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Mete über SPÖ: „Von bundespolitischer Seite her ausbaufähig“

Der Salzburger SPÖ-Gemeinderatsmandatar Tarik Mete über die derzeitige Situation seiner Partei – und seine Anliegen.

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Mete: „Intern sollte diskutiert werden, da dürfen auch mal die Fetzen fliegen. Dazu muss die Bundespartei eine Plattform bieten.“
© Arne Müseler

Von Karin Leitner

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Wien – Viele in der SPÖ sehen ihn als „Zukunftshoffnung“. Von der Bundespartei werde auf Junge, Engagierte wie ihn nicht zugegangen, beklagen rote Funktionäre.

Von 3. Februar bis 13. Dezember 2016 war Tarik Mete Mandatar im Salzburger Landtag. Und er war Chef der SPÖ-Jugend im Land. Nun ist er Gemeinderat in der Stadt.

Mete, der türkische Wurzeln hat, kandidierte bei der Nationalratswahl 2019 auf dem aussichtslosen Listenplatz 134. Ohne Wahlkampf um Vorzugsstimmen kam er auf 15.382; er war bundesweit auf Platz 7, in der SPÖ auf Rang 2 – hinter Vorsitzender Pamela Rendi-Wagner.

Als „Zukunftshoffnung“ will er sich nicht gewertet wissen, wie Mete im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung sagt. „Wenn man so bezeichnet wird, ist die politische Zukunft bald zu Ende.“ Müsste Rendi-Wagner nicht Leute wie ihn einbinden? Dazu sagt der 35-Jährige: „Von bundespolitischer Seite her ist das ausbaufähig, in Salzburg funktioniert es exzellent.“

Wie sieht Mete, der auch Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes und Vize-Leiter des Fachbereichs Versorgungsmanagement der Österreichischen Gesundheitskasse ist, die Lage seiner Partei angesichts der erneuten Querelen der Bundespartei mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil? „In Umfragen liegen wir bei 26 Prozent, damit vor der von Skandalen geschlauchten ÖVP. Wir hätten aber ein Potenzial von über 30 Prozent. Würden wir geschlossen auftreten, hätten wir nicht einen Zweier, sondern einen Dreier vorn, der erste Platz wäre uns sicher.“

Niemand wähle eine Partei, die ihre Diskussionen öffentlich austrage: „Daher ist es wichtig, solidarisch vorzugehen. Intern sollte diskutiert werden, da dürfen auch mal die Fetzen fliegen“, befindet Mete. „Dazu muss die Bundespartei eine Plattform bieten.“ Tut sie das nicht? „Wir sollten aufhören, in Statuten, Gremien und Hierarchien zu denken. Wir brauchen auch zivilgesellschaftliches Engagement. Es geht um Menschen, und auf die aktuellen Herausforderungen hat die SPÖ die richtigen Antworten.“ Mete fügt an: „Die SPÖ ist nicht nur die Parteizentrale in der Wiener Löwelstraße. Sie besteht aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen und Menschen. Es geht nicht um Mandate und Funktionen, sondern um Inhalte.“ Eine dieser Gruppen sei der Verein „Sozialdemokratische Vielfalt“, den er vor zwei Jahren mit Gleichgesinnten gegründet hat: „Es geht auch darum, dass wir Menschen, die nicht in das typische Bild passen, vertreten. Für die müssen wir nicht nur in der eigenen Partei Platz schaffen.“


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