Kritik an Post: Zu viele gelbe Zettel

  • Artikel
  • Diskussion
Der „Gelbe Zettel“ der Post war von 2016 bis 2019 ein zunehmend wiederkehrender Gast – ungebetenerweise.
© Falk

Wien – Der Rechnungshof (RH) kritisiert, dass die Zahl der Zustellbenachrichtigungen („Gelbe Zettel“) von 2016 bis 2019 um 67 % gestiegen und damit über dem Anstieg des Paketvolumens gelegen sei. In Befragungen hätten 17 % angegeben, eine solche Benachrichtigung erhalten zu haben, obwohl zum Zeitpunkt der Zustellung jemand im Haushalt anwesend war. Der RH stellt „Defizite bei der langfristigen Sicherstellung und zukunftsweisenden Ausrichtung der Grundversorgung mit Postdienstleistungen“ fest. Positiv beurteilt der Rechnungshof die Zustellgeschwindigkeit.

Die Post erklärte, dass eine veränderte Zählweise diesen Eindruck entstehen lasse, gleichzeitig hätten sich im Untersuchungszeitraum aber die Paketmengen um 50 % erhöht. Der Zustellprozess sei klar geregelt, ein Zustellversuch habe in jedem Fall zu erfolgen.

Der RH hat auch Anregungen für den Gesetzgeber. Da sich die Mitbewerber, vereinfacht gesagt, die Rosinen herauspicken und gleichzeitig die abgelegenen Regionen der Post überlassen, wird empfohlen, einen tragfähigen finanziellen Ausgleichsmechanismus zu entwickeln. (APA)


Kommentieren


Schlagworte