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Leichter Anstieg bei Verkehrstoten und Unfällen in Tirol

Die Zahl der Verkehrsunfälle und -opfer ist im Vorjahr leicht gestiegen, aber immer noch unter dem Niveau von vor der Pandemie.

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Einer der schlimmsten Unfälle ereignete sich im Juli in Achenkirch: Eine Münchnerin (29) starb, vier Personen wurden verletzt.
© zoom.tirol

Von Thomas Hörmann

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Innsbruck – Mehr Unfälle, mehr Verletzte, mehr Tote: So lautet die auf den ersten Blick wenig erfreuliche Tiroler Verkehrsbilanz 2021. Auf den zweiten Blick relativiert sich allerdings die Entwicklung. Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten von 26 im Jahr 2020 auf 28 anstieg, „handelt es sich dabei noch immer um den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950“, stellt Landespolizeidirektor Edelbert Kohler klar. Bernhard Knapp, Leiter der Verkehrsabteilung des Landes, ergänzt: „Das Verkehrsaufkommen ist gegenüber 2020 ja auch gestiegen und entspricht wieder dem Niveau des Jahres 2019 vor der Pandemie.“ Und im Vergleich dazu ist die Anzahl der Unfälle, Verletzten und Toten gesunken.

Und das deutlich. So kamen vor drei Jahren 37 Menschen auf Tirols Straßen ums Leben, 4598 wurden bei 3784 Unfällen mit Personenschaden verletzt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 3402 Verletzte bei 3302 Unfällen. Die 2020er-Zahlen: 3321 Verletzte, 4060 Unfälle mit Personenschaden.

Die meisten tödlichen Unfälle (42 Prozent) wurden im Vorjahr durch Unachtsamkeit und Ablenkung (Handy) verursacht. Ins Bild passt, dass der Trend zum Telefonieren und SMS-Tippen am Lenkrad zunimmt. 14.602 Lenker wurden im Vorjahr dabei erwischt, 2019 waren es um 2400 weniger. Aber auch überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol bzw. Drogen am Steuer führten zu je 14 Prozent der tödlichen Unfälle. 19 von 28 Todesopfern waren im Vorjahr männlich, 18 Ausländer, zwölf starben im Pkw, elf auf Bundesstraßen, neun im Bezirk Schwaz, der sich im Vorjahr als die mit Abstand gefährlichste Region erwies.

Auffallend ist der Rückgang bei den Zweirad-Toten. Im Vorjahr starben vier Motorradfahrer und ein Mopedlenker. Früher war’s schlimmer: 2019 wurden elf Biker getötet, 2008 waren es sogar 18. Die Verkehrspolizei werde aber auch 2022 nicht lockerlassen, verspricht deren Chef Günther Salzmann: „Den Hauptunfallursachen, Unachtsamkeit bzw. Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit und Fahruntüchtigkeit, müssen wir auch in Zukunft größte Aufmerksamkeit schenken.“

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