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1000 Starter: Dolomitenlauf trotzt der Omikron-Welle

Der 47. Dolomitenlauf in Osttirol will ein Zeichen für den Sport setzen: Der Volkslanglauf feiert mit zugewiesenen Startplätzen sein Comeback.

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Nach der Absage im Vorjahr sollen die Loipen wie 2020 beim Dolomitenlauf wieder gut gefüllt sein.
© EXPA/Angerer

Von Roman Stelzl

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Obertilliach – Das 50 Seiten dicke Covid-19-Sicherheitskonzept kann Franz Theurl für das große Comeback des Volkslanglaufs wohl fast schon auswendig – und nicht nur deshalb ist seine Zuversicht groß, dass die 47. Auflage des Dolomitenlaufs in Osttirol auch die heute erwartete neue Corona-Verordnung übersteht. „Wir sind gerüstet“, sagt der TVB-Obmann und OK-Chef vor den Wettkämpfen am Samstag und Sonntag.

Es soll nichts dem Zufall überlassen werden. Angesichts der grassierenden Omikron-Welle möchte man jegliches Risiko minimieren. Insgesamt sind 1000 Teilnehmer am Start, jeweils 500 bei den Bewerben im Skating-(Samstag) und Klassik-Fahrstil. Möglich macht das eine Regelung, wonach jedem Teilnehmer quasi ein „Sitzplatz“ zugeordnet wird, weil es die Regelung für Startplätze bei Rennen in diesem Sinn ja nicht gibt.

„Das ist nicht explizit ausgeführt, was mir keiner erklären kann“, ärgert sich Theurl, der aber nach Abstimmung mit den Behörden alle Richtlinien einhalten konnte: „Die Athleten kommen mit FFP2-Maske zum Start, haben zwei Meter Abstand zu den anderen und bewegen sich danach in der freien Natur. Da stehen wir im Vergleich zu vielen Indoor-Events gut da.“

Ein Zeichen für den Sport und den Volkslanglauf

Der Organisator verweist dabei auch auf die gelungene Durchführung des „Weißen Rings“ in Lech, ein Skirunden-Rennen, bei dem vergangenes Wochenende 1000 Teilnehmer erlaubt waren. Am Ende waren gut 650 dabei. Diese Marke könnte der Dolomitenlauf am Wochenende übertreffen, zumal das von Norden eintreffende Schlechtwetter den Austragungsort Obertilliach weitestgehend verschonen sollte.

„Wir haben derzeit für Samstag gut 350 Starter, am Sonntag sind es 420“, erklärt Theurl, der aufgrund der Zugehörigkeit zum FIS-Kalender und der Spitzensport-Regelung auf jeden Fall mit einem kleinen Elite-Feld aufwarten kann. Und wie viele es am Ende auch immer werden, der Dolomitenlauf im Biathlon-Junioren-WM-Ort soll ein großes Zeichen setzen – für den Sport und insbesondere für den Volkslanglauf.

„Wir hätten auch, wie viele, den bequemen Weg wählen können und absagen. Aber wo bleibt da der Sport? Das ist mir alles unverständlich“, ärgert sich Theurl und schickt hinterher: „Wir machen diese Veranstaltung für den Sport und für die Leute. Es rufen uns ganz viele an und sagen ,Danke, danke!‘. Das ist für uns Bestätigung genug.“

Damit auch Kurzentschlossene aufspringen können, sind Nachmeldungen noch bis kurz vor Rennbeginn (jeweils 10 Uhr in Obertilliach) möglich. Zudem gibt es heuer einen von K19 produzierten Livestream (k19.at), der mit Rennbeginn startet.


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