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„Partygate“-Affäre: Aussagen von Polizei im Fokus der Aufklärung

Die politische Zukunft Boris Johnsons bleibt weiterhin ungewiss. Ergebnisse der internen Untersuchung durch die hohe Beamtin Gray werden für diese Woche erwartet. In der Downing Street stationierten Polizeibeamten sollen nun "extrem schädigende" Aussagen gegen den Premier erhoben haben.

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Etliche konservative Abgeordnete wollen den Bericht der hohen Beamtin Gray abwarten, bevor sie entscheiden, ob sie dem Premier ihr Misstrauen aussprechen.
© imago/Wheatley

London – In der Downing Street eingesetzten Polizisten sollen eine zentrale Rolle in der Aufarbeitung der Lockdown-Partys im britischen Regierungssitz spielen, berichtete der Telegraph. Polizisten, die während der vermeintlichen Feste im Regierungssitz im Einsatz waren, sollen bei Befragungen der zuständigen Beamtin Sue Gray "extrem schädigende" Aussagen gemacht haben.

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Ein Sprecher von Scotland Yard wollte dem Blatt keine Details verraten, sondern teilte lediglich mit, man sei in Bezug auf die Untersuchung in regelmäßigem Kontakt mit dem Cabinet Office, wo die Beamtin Gray angestellt ist. Die Vorstellung ihres Berichts wird für diese Woche erwartet. Über die Sprengkraft ihrer Aussagen sagte eine Insider-Quelle dem Telegraph: "Um es so zu sagen, ich wäre überrascht, wenn Boris Johnson Ende der Woche noch Premierminister ist." Etliche konservative Abgeordnete wollen den Bericht abwarten, bevor sie entscheiden, ob sie dem Premier ihr Misstrauen aussprechen. Sollten dies 54 konservative Parlamentarier tun, käme es zu einem Misstrauensvotum.

Die Polizei steht in der "Partygate"-Affäre aktuell besonders im Fokus. Bisher sind die Kräfte noch nicht in die Aufklärung der mutmaßlich gegen Corona-Regeln verstoßenden Partys involviert – nach dem Bericht von Gray könnte sich dies allerdings ändern. Fraglich ist auch, weshalb die Polizei nicht früher gehandelt hat, wenn Einsatzkräfte die Ereignisse wahrgenommen haben sollten. (APA)


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