Entgeltliche Einschaltung

Musikalische Feier der Hoffnung und Freude

Der Kammerchor Walther von der Vogelweide feierte seinen 75. Geburtstag.

  • Artikel
  • Diskussion
Altistin Lisa-Marie Hilber, Chorleiter Claudio Büchler und Sopranistin Maria Erlacher beim sonntäglichen Festkonzert in der Innsbrucker Hofkirche.
© Hauser

Von Markus Hauser

Entgeltliche Einschaltung

Innsbruck – Es war wohl auch die Hoffnung auf eine lichtvollere Zukunft, welche den bekannten Tiroler Komponisten Bert Breit unmittelbar nach einer der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte im Jahre 1946 dazu bewog, einen Chor zu gründen. Diese Hoffnung sollte sich schon sehr bald im Zuge der ersten Auslandsreisen, wie etwa nach Wales, Frankreich oder Italien, erfüllen, als die Sängerinnen und Sänger herzlichst aufgenommen wurden. Die Gastfreundschaft durfte wohl der alles verbindenden Kraft der Musik zugeschrieben werden. So bekannte Musikerpersönlichkeiten wie Othmar Costa, Armin Kölbl und Waltraud Pörnbacher haben in weiterer Folge diese Hoffnung als Chorleiter weitergetragen und seit 2009 ist es Claudio Büchler, der den Kammerchor Walther von der Vogelweide leitet und am Sonntag in der Hofkirche die Ehre hatte, das Festkonzert zum 75-Jahr-Jubiläum zu dirigieren.

Das Programm: fürwahr erlesen. Johann Sebastian Bachs Kantate „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“ BWV Nr. 84 eröffnete das Konzert. Bach, der Inbegriff von in Noten gefasster, gelebter Hoffnung. Was könnte da noch folgen. Dietrich Buxtehude, an dem sich Bach als junger Mann orientierte und dessen Orgelwerk er kopierte, um die musikalische Substanz zu fassen. Buxtehudes Magnifikat „Anima Mea“ in D-Dur und die Kantate „Das neugebor’ne Kindelein“ waren Teil zwei und drei des Programms.

In weiterer Folge Jan Dismas Zelenkas Magnifikat in C-Dur, das über harmonische Weitläufigkeit hinaus von der meisterhaften Fähigkeit theologische Einblicke in Musik zu versinnbildlichen zeugt. Zum Abschluss das Gloria in D-Dur von Antonio Vivaldi und alle barocke Pracht. Zur Realisierung dieses erlesenen Programmes waren dann auch hervorragende Kräfte versammelt. Die instrumentale Stütze des ausgezeichnet instruierten Chors war das Ensemble Castor um die Geigerin Petra Samhaber-Eckhardt und einer exzellenten Oboe von Julia Moretti. Für den souveränen Natur-Trompetenklang sorgte Christian Gruber.

Solistisch vokal glänzen konnten die Sopranistin Maria Erlacher und die Altistin Lisa-Marie Hilber. Erlachers Sopran, kräftig, klar artikuliert, koloraturensicher beweglich und ausdrucksstark. Hilbers Alt mit einnehmendem Timbre, voller Glanz und Wärme. Wahrlich: Ein Festkonzert, beseelt mit Intimität und spürbarer Ehrlichkeit.

Jetzt einen von drei Weber Grill gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung