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Ein Leben knapp unter dem Himmel auf dem Stableshof in Nauders

Das Denkmalamt will den historischen Stableshof in Nauders unter Schutz stellen. Auf 1800 Metern gelegen ist er eine der extremsten Landwirtschaften Tirols. Josef Plangger hat hier sein Leben verbracht. Es ist das Leben eines Einsiedlers – zwischen Arbeit und Gebet.

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Der Stableshof in Nauders ist einer der extremsten Bergbauernhöfe in Tirol. Er liegt auf 1800 Metern Seehöhe über Nauders und soll unter Denkmalschutz gestellt werden.
© Matthias Reichle

Von Matthias Reichle

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Für viele wäre diese Stille auf Dauer eine Qual. Für Josef Plangger ist sie ein ständiger Begleiter. Wer den Bergbauern im Winter besuchen will, der braucht gute Winterreifen und Schneeketten. Fünf Kilometer führt die schmale Straße den Berg hinauf, ohne an einem anderen Haus vorbeizukommen. Erst auf einer Höhe, auf der anderenorts die ersten Gipfelkreuze stehen, endet der Weg beim Stableshof. Sein Besitzer wohnt hier schon seit seiner Geburt – die letzten elf Jahre davon komplett allein.

Es ist das Leben eines Einsiedlers. „Ich gehe nicht oft ins Dorf“, erklärt Plangger, der sich auf der sonnigen Bank vor dem Hof niedergelassen hat. „Vor vielen Menschen hab ich einen Grausen. Am liebsten bin ich hier heroben alleine.“ Nur ein- bis zweimal im Monat fährt er hinunter nach Nauders, um das Nötigste zu erledigen. Seine Vorfahren leben seit über 100 Jahren in dieser Einsamkeit.

Josef Plangger lebt dort wie ein Einsiedler und bewirtschaftet die Landwirtschaft allein. Der historische Hof mit seiner Zirbenstube wird heute vermietet.
© Matthias Reichle

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