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Belästigungs-Vorwürfe: UNO trennt sich von Technologie-Gesandtem

Ein Jahr nach Suspendierung bei vollen Bezügen. Der 58-jährige Chilene Fabrizio Hochschild sieht sich durch Untersuchung entlastet. Die Ergebnisse der Untersuchung, die nach internen Dokumenten bereits im August abgeschlossen war, wurden dagegen nicht verkündet.

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Die Vereinten Nationen trennten sich von ihrem Technologie-Beauftragten Fabrizio Hochschild.
© NHAC NGUYEN

New York – Mehr als ein Jahr nach dem Bekanntwerden von brisanten Vorwürfen wegen Belästigung haben sich die Vereinten Nationen von ihrem Technologie-Beauftragten Fabrizio Hochschild getrennt. „Ich kann jetzt bestätigen, dass der interne Rechenschaftsprozess der Vereinten Nationen bezüglich Herrn Hochschild abgeschlossen ist", sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. Der Dienst des hochrangigen Mitarbeiters für die UNO sei „beendet" worden.

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Die Ergebnisse der Untersuchung, die nach internen Dokumenten bereits im August abgeschlossen war, wurden dagegen nicht verkündet. Sie richtete sich außerdem gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch.

Der Fall hatte am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York deshalb für Aufsehen gesorgt, weil die Vorwürfe mehrerer Frauen gegen Hochschild einen Vertreter der höchsten Führungsebene trafen. Noch dazu hatten die Anschuldigungen das Büro von UNO-Generalsekretär António Guterres nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Wochen vor Hochschilds Beförderung zum Technologie-Beauftragten erreicht – dies hatte Unverständnis bei Betroffenen und Teilen der Belegschaft ausgelöst. Der UNO-Chef beteuerte aber, er habe erst später von den Vorwürfen erfahren.

Sprecher Dujarric sagte am Mittwoch, Guterres stehe zu seinen Entscheidungen in der Sache. Nach seiner Beurlaubung vor einem Jahr hatte der Chilene weiterhin sein volles Gehalt bezogen – der 58-Jährige hatte mehr als drei Jahrzehnte für die UNO gearbeitet. Auf seinem offiziellen Twitterkanal teilte Hochschild mit, dass die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung sich laut der Untersuchung nicht bestätigt hätten. Er entschuldigte sich gleichzeitig dafür, ein anmaßender Vorgesetzter gewesen zu sein, der zu viel verlangt habe. (APA/dpa)


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