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Hall: Grüne wollen „ÖVP-Macht“ brechen

Barbara Schramm-Skoficz, mit jungem Team am Start, fordert „BürgerInnenräte“ und regionales Mobilitätskonzept.

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Barbara Schramm-Skoficz nimmt erneut Anlauf aufs Rathaus.
© Grüne

Hall – (Fast) alles neu bei den Haller Grünen: Mit Stadträtin Barbara Schramm-Skoficz stellen sie zwar unter fünf Bürgermeisterkandidat/-innen in Hall die weitaus erfahrenste – ansonsten findet man auf den vorderen Plätzen aber lauter neue Namen, darunter Bestatter Florian Katzengruber auf Platz zwei, Sozialpädagoge Daniel Seiwald, Schülerin Anna Schramm, der Kulturschaffende Wolfgang Klingler und IT-Projektmanager Oliver Neuner.

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Schramm-Skoficz freut sich über den „Erneuerungsprozess“, der von den Jungen selbst ausgegangen sei. Der Wechsel von GR Thomas Erbeznik zur ÖVP (die TT berichtete) habe sie „schon sehr getroffen“, es habe aber „keinen Clinch gegeben“ und sie wünsche ihm alles Gute. Apropos ÖVP: Deren „Macht zu brechen“ – Hall hat seit 1945 durchgehend VP-Bürgermeister –, sei ein wichtiges Ziel: „Nur bewahren und alles beim Alten belassen“, das sei nicht mehr tragbar.

Inhaltlich setzt Schramm-Skoficz auf „echte Bürgerbeteiligung“: Sie möchte, etwa bei großen Bauvorhaben, „BürgerInnenräte“ installieren, so dass – ausgeloste oder gewählte – Vertreter in den Planungs- und Entscheidungsprozess einbezogen werden, etwa auch in die Gespräche mit Fachleuten. Die in Hall zuletzt entstandenen Bürgerinitiativen seien ein klares Signal für „geschwundenes Vertrauen“. Als Bürgermeisterin würde sie sich monatlich an einem öffentlichen Ort den Fragen der Bevölkerung stellen, ergänzt Schramm-Skoficz.

„Größer denken“ müsse man beim Thema Verkehrsbelastung: Die „einzig denkbare Lösung“ sei ein überregionales Mobilitätskonzept, das alle Gemeinden und Faktoren einbezieht, etwa auch den Durchzugsverkehr in Nord-Süd-Richtung. Öffis, Fuß- und Radverkehr seien dabei entscheidend.

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Zentrale Forderungen der Grünen sind etwa auch die „Neubewertung“ von Bauprojekten wie dem umstrittenen Großvorhaben am Tschidererweg, „Transparenz bei Ausschreibungen“, weniger Flächenverbrauch oder Erhalt und Ausbau der Schutzzonen und Auen am Inn. (md)


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