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Händewaschen, Desinfektionsmittel und Co. – Zunahme bei Handekzemen massiv

Studien zeigen, dass minderwertige Desinfektionsmittel sowie falsche Hygiene vermehrt zu dermatologischen Problemen führen. Mahitab Khalifa-Paruch (Dermatologische Fachgesellschaft) klärt auf.

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Eine Studie aus Dänemark zeigt, dass selbst bei Kindern aufgrund der Aufforderung zum häufigen Händewaschen, Ekzeme entstehen. (Symbolfoto)
© dpa

1) Ist das vermehrte Händewaschen eine Gefahr für die Haut? In Zeiten der Pandemie ist es eine natürliche Reaktion, dass die Hände viel öfter gewaschen werden. Dies kann zu trockenen, rissigen Händen führen was wiederum eine Eintrittspforte für Keime ist.

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2) Leiden nun mehr Patienten unter Handekzemen? Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zunahme massiv. Früher war vielleicht jeder zehnte Patient betroffen, nun ist es circa jeder Dritte. Eine Studie aus Dänemark liefert ähnliche Ergebnisse selbst bei Kindern aufgrund der Aufforderung zum häufigen Händewaschen.

Mahitab Khalifa-Paruch (Dermatologische Fachgesellschaft)
© Angelo Kreuzberger

3) Wie sieht die richtige Handhygiene aus, um das zu vermeiden? Die Hände sollten gewaschen werden, wenn sie schmutzig sind. Am besten mit lauwarmem Wasser und einer milden Seife. Hat man das Gefühl, man ist mit etwas kontaminiert, rate ich zu einem zertifizierten Desinfektionsmittel.

4) Wie erkennt man hochwertige Desinfektionsmittel? Diese bekommt man in einer Apotheke. Denn in Super- und Drogeriemärkten werden immer noch viele minderwertige Produkte verkauft. Es ist wichtig, Mittel mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“ anzuwenden, nur dann kann man sicher sein, dass auch Viren abgetötet werden. Auch die Einwirkzeit sollte auf der Flasche angeführt werden.

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5) Könnte man mit einer Handcreme vorbeugen? Vorbeugende Maßnahmen sind immer zu empfehlen, ich rate jedoch zu einer Fettsalbe. Noch ein Tipp: Betroffene sollten nicht zögern, einen Dermatologen aufzusuchen, dann bekommt man das schnell in den Griff. So vermeidet man mögliche langfristige Folgen wie schmerzhafte und juckende Hände und Probleme bis hin zu Schlafstörungen oder Depressionen.

Das Interview führte Manuel Lutz


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