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BMW X3: Midsize, Midlife, krisenfest

Die jüngst erfolgten Modellpflegemaßnahmen bewahren das mittelgroße Sport Utility Vehicle vor jeglichen „Selbstzweifeln“. Die Konzeption bleibt beliebt, der Preis ist jedoch hoch.

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Blaugraue Lackierung (M Brooklyn Grau metallic) prägt den X3 xDrive20d, der vor einigen Monaten mit einem Facelift bedacht wurde.
© Höscheler

Von Markus Höscheler

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Innsbruck – Es ist kaum zu glauben, aber in Anbetracht der aktuellen und in Kürze startenden BMW-Angebote lässt sich dem Midsize-SUV X3 nachsagen, dass es über ein verhältnismäßig konservatives Design verfügt. Stellt man es einem iX, einem 7er oder einem 4er gegenüber, so fällt der zeitlos geformte Kühlergrill in Gestalt einer Doppelniere auf. Expressionistische Anmaßungen oder gar eine Verbindung mit den Frontscheinwerfern stehen hier nicht an der Tagesordnung, auch nicht nach der Modellpflege, die vergangenen Herbst über die Bühne ging.

Gleichwohl hat BMW auch bei seiner Cashcow X3 optische Retuschen vorgenommen, den Kühlergrill beispielsweise vergrößert und die Niere mit einem einteiligen Rahmen versehen. Stoßfänger, vertikale Lufteinlässe und Scheinwerfer mussten Modfikationen über sich ergehen lassen, die Rückleuchten erhielten einen dreidimensionalen Touch.

Innen trumpft der BMW mit einem 10,25 Zoll großen Bildschirm auf der neu gestalteten Mittelkonsole auf, der Touchsreen ist in dieser Form in Serie eingebaut. Ab Werk lässt sich der X3 mit Sportsitzen und einer 3-Zonen-Klimaautomatik bestücken. Dass noch mehr geht, zeigt die Sonderausstattung, die wir im TT-Testwagen antreffen. Schon das M-Sportpaket schlägt mit 2950 Euro netto zu Buche, beinhaltet das empfehlenswerte adaptive Fahrwerk, eine hervorragend funktionierende Achtstufenautomatik und einige Designbesonderheiten innen wie außen. Erfreulich wie so oft arbeitet das Navigationssystem (Business-Paket Plus, ab 2210 Euro), verzichten kann man aber auf die Gestiksteuerung, die unseres Erachtens für mehr Konfusion als für Funktion sorgt.

Viel Positives lässt sich dagegen dem Innovationspaket (ab 2060 Euro) mit den adaptiven LED-Scheinwerfern und dem wertigen Head-up-Display abgewinnen, Komfortorientierte erfreuen sich am Wärmepaket (ab 1550 Euro) inklusive Lenkradheizung und Sitzheizung vorne wie hinten. Das Panoramaglasdach (ab 1260 Euro) halten wir für entbehrlich, nicht jedoch den bewährten Zweiliter-Turbodiesel, der den 1,9-Tonner gekonnt und kultiviert in Schwung hält, ohne beim Verbrauch (7,1 l/100 km) zu übertreiben. Die Paketfülle hat jedoch ihren Preis, fast 92.000 Euro kostet der X3-Testwagen.

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Die Technik

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel

Hubraum: 1995 ccm

Drehmoment: 400 Nm bei 1750 U/min

Leistung: 140 kW/190 PS

L/B/H: 4708/1891/1676 mm

Gewicht: 1915/2500 kg

Kofferraumvolumen: 550 – 1600 l

Tankinhalt: 68 l

Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h

0 – 100 km/h: 7,9 Sekunden

Verbrauch: 7,1 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 91.986 Euro

CO2-Emission: 171 g/km


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