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21 gute Gründe für Spaniens Kämpfernatur Nadal

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Nach 5:24 epischen Stunden schrieb Rafael Nadal in der Nacht auf Montag in Melbourne Tennis-Geschichte.
© MICHAEL ERREY
Roman Stelzl

Kopf des Tages

Von Roman Stelzl

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Es ist nicht überliefert, von wo aus Novak Djokovic gestern das Australian-Open-Finale verfolgte – anzunehmen ist aber, dass sich der Serbe wohl ziemlich sicher in den Allerwertesten gebissen haben dürfte, als kurz nach 1 Uhr nachts australischer Zeit sein größter Rivale Rafael Nadal in Melbourne als Rekord-Grand-Slam-Sieger zu Boden sank.

Während für den (Noch-)Weltranglisten-Ersten eine pompös gekochte Impfdebatte mit dem Entzug des Visums endete, endete der Auftritt des 35-jährigen Nadal nach zwei harten Wochen bei den Australien Open mit dem 21. Sieg auf Grand-Slam-Ebene. Und das fast 17 (!) Jahre nach dem ersten Sieg bei den French Open 2005. Damit ließ der nimmermüde 90-fache ATP-Turniersieger nicht nur Djokovic, sondern auch den aktuell noch immer nicht spielenden Roger Federer (je 20) hinter sich. Es wird der Frage nach dem Besten aller Zeiten nicht den letzten Segen geben – aber es wird die Frage nach dem größten Kämpferherz beantworten.

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Denn wie oft man dem 1,85 Meter großen Neffen von Ex-Fußball-Star Miguel Nadal auch das Karriereende andichten wollte, so oft kam der mit links spielende Rechtshänder auch zurück. Das begann für Rafa, den Stier von Manacor, schon 2013 wegen einer langwierigen Knie-Verletzung. Doch der Ehrendoktor der Universität der Balearen kam stets zurück – und wie. Alleine mit diesen Eigenschaften ist der nun zweifache Australian-Open-Sieger (2009 und 2022) ein Vorbild, zudem zeigt sich der von Kindesbeinen an von Onkel Toni trainierte Nadal stets als fairer Sportsmann, der sich wenig Eskapaden leistet und seine „Ticks“ maximal in der Vorbereitung am Platz hat.

Deshalb hat Nadal auch nach 1038 ATP-Siegen in 1247 Spielen (Siegesquote ca. 83 Prozent) noch nicht genug. Und vielleicht ist selbst die magische „21“ dann schon bald nur noch eine Zahl.


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