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„Gedenksteine“ für fehlende Nachtlokale in St. Johann

Die St. Johanner Sozialdemokraten fordern Anreize, um für die Nachtgastronomie attraktiv zu werden.

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Gregor Salinger, Laura Sojer, Petra Sojer, Christina Döttlinger, Franz Seiwald und Klaus Födermair (v. l.) mit den angebrachten „Gedenksteinen“ am Zaun der Baugrube in St. Johann.
© St. Johanner Sozialdemokraten

Von Michael Mader

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St. Johann i. T. – Mit der Aktion „Schluss mit toter Hose“ haben die St. Johanner Sozialdemokraten vergangene Woche auf das fehlende Nachtleben aufmerksam gemacht.

Dabei wurde der ehemaligen Nachtlokale der größten Gemeinde im Bezirk Kitzbühel gedacht und es wurden „Gedenksteine“ an den Bauzaun beim ehemaligen Hotel Goldener Löwe montiert. Über die sozialen Medien wurde angefragt, wer sich noch an Lokale erinnern kann, die Rückmeldungen seien enorm gewesen.

„Viele dieser Lokale kennen wir nicht mal mehr, an einige können wir uns vage erinnern, aber besucht haben wir keines“, berichten Gregor Salinger und Laura Sojer, die auch den Auftritt in den sozialen Medien der St. Johanner Sozialdemokraten organisieren. „Wenn wir ausgehen wollen, dann müssen wir auf umliegende Gemeinden ausweichen, denn in St. Johann ist zum Ausgehen für junge Leute nicht viel geboten“, sind sich beide einig.

„Früher hatten wir ein florierendes Nachtleben in St. Johann“, erinnert sich Peter Wallner, Bürgermeisterkandidat der St. Johanner Sozialdemokraten. Die jungen Leute sollen die Möglichkeit erhalten, auch in St. Johann auszugehen, sobald das pandemiebedingt wieder möglich sei. „Wir möchten Anreize schaffen, dass sich Betreiber wieder dafür interessieren, ein Nachtlokal in St. Johann zu eröffnen.“

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Die Aktion sei gut angekommen. „Einige haben sich sogar bedankt, dass wir sie an die schönen alten Zeiten erinnert haben“, schmunzeln Salinger und Sojer.

Der Platz für die Protestaktion wurde bewusst gewählt: Nach unzähligen Besitzerwechseln beim Hotel Goldener Löwe, in dem sich auch eine Diskothek befand, klafft seit dem Abriss im Jahr 2016 mitten in St. Johann ein riesiges Loch. Statt einer ursprünglich geplanten Seniorenresidenz sollen fast 80 Wohnungen und Geschäftsflächen entstehen. U. a. war auch Wallner damals gegen die Umwidmung. Doch seit dieser Zeit beschäftigt die Baugrube wegen Einsprüchen eher die Gerichte.


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