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Große Suche nach Lawinenabgang am Schartkogel: Tourengeher meldete sich

Zwei Wintersportler meldeten am Dienstagnachmitag einen Lawinenabgang. Es begann eine Suche bei schwierigen Bedingungen. Am Abend meldete sich ein Skitourengeher, der die Lawine wohl ausgelöst hatte. Er war mittlerweile wieder Zuhause.

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Symbolfoto.
© Marian Rehfeld

Tulfes – Eine großangelegte Suchaktion wurde am Dienstagnachmittag nach einem Lawinenabgang am Schartenkogel ausgelöst. Zwei Skifahrer alarmierten die Leitstelle gegen 15.45 Uhr, nachdem sie eine Abrisskante und eine Einfahrspur entdeckt hatten. Etwa 20 Mitglieder der Bergrettung Hall und der Bereitschaft der Bergrettung Wattens machten sich zusammen mit zwei Bergrettungshunden und Alpinpolizisten zum Einsatz auf. Unterstützt wurden sie vom Notarzthubschrauber C1 und dem Polizeihubschrauber.

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Die hohe Lawinengefahr, das Wetter und schlechte Sichtverhältnisse machten die Suche vor Ort äußerst schwierig. Nachdem die Einsatzkräfte den Anrissbereich ausgemacht hatten, suchten sie mehrmals das Gebiet ab. Ein LVS-Signal wurde nicht empfangen. Schließlich brachen sie die Suche um 18 Uhr ab.

Skitourengeher meldete sich am Abend bei Leitstelle

Zur selben Zeit meldete sich ein Skitourengeher bei der Leitstelle. Er sei am Nachmittag vom Schartkogel abgefahren. Dabei habe er selbst eine Lawine ausgelöst. Er sei ein Stück weit mitgerissen, aber nicht komplett verschüttet worden. Seine Ski und Stöcke habe er dabei verloren. Er sei dann von der Stalsinsalm in Richtung Mittelstation der Glungezerbahn gestapft. Als er schließlich daheim angekommen war, meldete er den Vorfall.

Nachdem es offenbar keine weiteren Verschütteten gegeben hatte, wurde die Suche um 19.15 Uhr endgültig beendet.

Appell der Alpinpolizei

Die Alpinpolizei richtet einen eindringlichen Appell an alle Wintersportler, Lawinenabgänge immer sofort zu melden. So können unnötige Lawineneinsätze – und damit verbundene Gefahrensituationen für die Rettungskräfte – nach so genannten "Negativlawinen" vermieden werden. Die Meldung bei der Leitstelle ist über den Alpinnotruf 140 oder über die "SOS EU Alp-App" möglich. (TT.com)


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