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Nachhaltiger Heizen: Land Tirol richtet Wärmenetzkataster ein

Bis 2035 soll in Tirol nicht mehr mit Öl und Gas geheizt werden. Um den Umstieg auf CO2-neutrale Wärme zu erleichtern, bietet das Land jetzt eine Online-Karte des Fernwärmenetzes an. Verbraucher können so prüfen, ob Fernwärme für ihre Haushalte infrage kommt.

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Derzeit gibt es noch rund 120.000 Öl- und Gasheizungen in Tirol.
© imago/Ohde

Innsbruck – Das Land Tirol hat ein Wärmenetzkataster eingerichtet, um den Menschen bei der Umstellung auf eine CO2-freie Wärmeversorgung eine Orientierungshilfe zu geben. Derzeit sind in 330.000 Tiroler Haushalten noch rund 120.000 Öl- und Gasheizungen in Betrieb - dem stehen 100 Fernwärmenetze mit 23.000 Anschlüssen gegenüber. Mit dem Kataster könne jeder, der umsteigen will, mit nur wenigen Klicks herausfinden, ob in der Nähe Fernwärme verfügbar sei, hieß es vom Land am Donnerstag.

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Bis 2035 will Tirol bekanntlich aus Öl und Gas in der Raumwärme aussteigen. Als Alternativen bieten sich Wärmepumpen, Pellets- oder Hackschnitzelheizungen und Fernwärme an. Bestehende Fernwärmenetze sind nun im Raumordnungsinformationssystem „tiris“ des Landes Tirol online abrufbar.

Fernwärme basiere in Tirol vornehmlich auf Holz, aber auch auf industrieller Abwärme und neuerdings auf Grundwasser, sagte der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Bis 2050 will Tirol seinen Energiebedarf aus eigenen, heimischen und erneuerbaren Energieträger decken. "Damit wollen wir auch unabhängig von Energielieferungen aus dem Ausland werden", meinte er. Man müsse bestehende Wärmenetze verdichten und ausbauen sowie neue errichten, "denn mit den bestehenden Wärmenetzen alleine wird der Ausstieg aus Öl und Gas nicht zu schaffen sein", sagte Geisler.

Daher habe man ebenfalls erhoben, wo die Neuerrichtung eines Wärmenetzes mit angeschlossener Heizzentrale Sinn machen würde. Diese ergänzende Wärmedichtekarte sei ebenfalls im "tiris" abrufbar. (APA)

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