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Von Owetschkin bis Kasai: Große Namen, die in Peking fehlen

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Alexander Owetschkin und die anderen NHL-Stars sind in Peking nur Zuschauer.
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Peking – Verletzungen und Formkrisen führen seit jeher dazu, dass Sieganwärter und Fanlieblinge bei sportlichen Großveranstaltungen fehlen. Bei den am Freitag beginnenden Olympischen Winterspielen in Peking ist das Coronavirus als Spielverderber dazu gekommen. Am heftigsten hat es das Eishockey-Turnier der Männer erwischt, dem potenziellen Highlight sind alle Stars abhanden gekommen. Ein Überblick:

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Eishockey: Nach der freiwilligen Olympia-Pause 2018 in Pyeongchang wollte die nordamerikanische Profiliga NHL 2022 wieder ins olympische Turnier zurückkehren. Die Liga hat ihre Zusage kurz vor Weihnachten aufgrund zahlreicher Covid-Fälle und aus Sicherheitsgründen aber wieder zurückgezogen. Anstelle von Stars wie Connor McDavid, Alexander Owetschkin oder Leon Draisaitl kämpfen nur Spieler aus europäischen Ligen oder amerikanischen Nachwuchsligen um die Medaillen.

Sara Marita Kramer: Die Salzburgerin fing sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt eine Corona-Infektion ein und versäumt dadurch das Großereignis, bei dem sie im Frauen-Skispringen als sichere Medaillenbank galt. Sechs Springen gewann die 20-Jährige in dieser Weltcup-Saison - das letzte davon in Willingen sogar als Corona-Positive, wie sich tags darauf herausstellte.

Andreas Wellinger: Mit dem Deutschen fehlt der Titelverteidiger auf der Normalschanze. Der 26-Jährige hatte 2018 in Pyeongchang auch noch Silber auf der Großschanze und im Team gewonnen. 2019 erlitt er einen Kreuzbandriss und Knorpelschaden im Knie. Diese Saison kämpfte sich Wellinger wieder zurück in die Top 30 des Weltcups - zu wenig, um es ins Aufgebot zu schaffen. Dazu kam auch noch eine Corona-Infektion. Mit ihm zuschauen muss sein Landsmann und 2014-Team-Olympiasieger Severin Freund.

Noriaki Kasai: Der japanische Skispringer ist zwar auch mit 49 Jahren noch aktiv, für Olympia reichte es aber nicht mehr. Kasai, der erstmals seit 1992 nicht über die Schanze geht, ist aber als Co-Kommentator und Experte für das japanische Fernsehen mit dabei.

Roland Leitinger: Für den Riesentorlauf-Spezialisten im ÖSV-Alpinteam hat sich die Geschichte von 2018 wiederholt, wieder muss er bei Olympia wegen eines Kreuzbandrisses zuschauen. Den hatte sich der 30-jährige Salzburger im November bei einem Sturz im Training auf der Reiteralm zugezogen. Zuvor hatte der Vizeweltmeister von 2017 noch im ersten Weltcup-Rennen der Saison in Sölden Rang zwei belegt.

Sofia Goggia (fraglich): Die Italienerin ist eine starke Wackelkandidatin. Die Saison-Dominatorin in der Abfahrt zog sich am 23. Jänner im Super-G in Cortina eine schwere Knieverletzung zu: Kreuzbandanriss, Kniestauchung, "kleine Fraktur" im Wadenbein. Die 29-Jährige verzichtete auf eine Operation und hofft, mit physiotherapeutischen Behandlungen doch noch bei den Spielen starten zu können. Die Speed-Rennen der Frauen in Yanqing stehen am 11. (Super-G) und am 15. Februar (Abfahrt) auf dem Programm. In der Abfahrt wäre Goggia bei vollen Kräften klare Gold-Favoritin gewesen.

Giulia Tanno: Die Schweizer Ski-Freestylerin war im Big-Air-Weltcup 2020 und 2021 das Maß aller Dinge. Bei den X-Games Mitte Jänner in Aspen erlitt die 23-Jährige beim Aufwärmen für den Slopestyle-Bewerb eine Bänderverletzung im Knie. Statt nach China geht es für sie auf den Operationstisch. Besonders bitter: Vor vier Jahren hatte Tanno die Olympischen Spiele wegen eines Oberarmbruchs ebenfalls verletzungsbedingt verpasst.

Julian Eberhard: 2018 ist der Biathlet als Vierter im Sprint nur knapp an einer Olympia-Medaille vorbeigeschrammt, diesmal bekommt der Massenstart-WM-Dritte von 2019 gar keine Chance dazu. Der Salzburger war beim Weltcupauftakt in Östersund schwer gestürzt und beendete seine Saison wegen anhaltender körperlicher Probleme im Jänner vorzeitig.

Claudia Riegler: Für den Snowboard-Oldie hätte es aus sportlicher Sicht mit der fünften Olympia-Teilnahme etwas werden können, die 48-Jährige entschloss sich allerdings gegen eine Corona-Impfung und wurde deshalb vom ÖOC nicht nominiert. Riegler, 2015 am Kreischberg PGS-Weltmeisterin, fuhr im Weltcup bisher sechs Einzelsiege ein, ihr bestes Saisonergebnis war Rang fünf im Jänner in Scuol. Bei der WM im Vorjahr wurde die Salzburgerin im Riesentorlauf Vierte. (APA)


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