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Porsche 718 Cayman GT4 RS: Meisterlich aufs Glatteis geführt

Winterliche Präsentation des rein benzinbetriebenen Porsche 718 Cayman GT4 RS und inwiefern diese mit Nachhaltigkeit zu tun hatte.

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Rallye-Legende Walter Röhrl pilotiert mit Beifahrer Wolfgang Porsche den Porsche 718 Cayman GT4 RS über das Eis.
© Armin Hoyer

Von Armin Hoyer

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Zell am See – Der verschneite Pinzgau war der Rahmen für die Präsentation des neuen Mittelmotor-Sportwagens Porsche 718 Cayman GT4 RS. Nachdem dieser gerade erst im November Weltpremiere auf der Los Angeles Motor Show gefeiert hatte, musste sich der Top-Cayman bei einer Fahrt von Rallye-Legende Walter Röhrl auf der Eispiste des Flughafens Zell am See beweisen. Mit Dr. Wolfgang Porsche, dem Sohn des Gründers der Sportwagenmarke, am Beifahrersitz zirkelte der zweifache Rallye-Weltmeister das 500-PS-Geschoss meist quer durch den Parcours. Begleitet von der beeindruckenden Soundkulisse des direkt hinter der Fahrgastzelle eingebauten Vierliter-Sechszylinder-Boxer-Saugmotors, den man aus dem 911 GT3 kennt. Gegenüber seinem kleineren Bruder GT4 konnten beim RS noch weitere 35 Kilogramm eingespart werden. Der Zweisitzer wiegt damit 1415 Kilogramm, was einem Leistungsgewicht von 2,83 kg/PS entspricht und maximalen Fahrspaß garantiert.

Nun zur eingangs erwähnten Frage, was dies mit Nachhaltigkeit zu tun habe. Produktions- und Logistik-Vorstand Albrecht Reimold berichtete, dass die Porsche AG als Pionier des Fahrzeugbaus auch Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sein wolle und das ehrgeizige Ziel verfolge, im Jahr 2030 CO2-neutral zu sein. Bis dahin sollen 80 Prozent der Neufahrzeuge entweder als reine Elektroautos oder Plug-in-Hybride elektrisch angetrieben und die verbleibenden Verbrenner, in erster Linie der Porsche 911, mit synthetischem Kraftstoff betrieben werden. Seit dem letzten Jahr wird dazu gemeinsam mit anderen internationalen Unternehmen in Chile eine Anlage zur industriellen Produktion der klimaneutralen eFuels gebaut.

Walter Röhrl meinte dazu im Gespräch, er sei ein großer Fan dieses neuartigen Kraftstoffs, da man damit in relativ kurzer Zeit viel Positives für das Klima bewegen könne. Bei rund 1,5 Milliarden Autos weltweit sei nicht zu erwarten, dass alle Besitzer in kurzer Zeit auf Elektroautos umsteigen würden, zumal dies gar nicht ginge. Bezugnehmend auf die Oldtimer in seiner eigenen Garage bemerkte er abschließend: „Wenn ich ein Auto, das vor 50 Jahren produziert wurde, heute mit synthetischem Kraftstoff betreiben kann, dann ist das Wort ‚nachhaltig‘ wirklich berechtigt.“

Trotz des vor allem in der zweiten Jahreshälfte weltweiten, eklatanten Chipmangels konnte Porsche 2021 in Österreich mit 1321 Neuzulassungen wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielen, das viertbeste in seiner Geschichte. Der elektrifizierte Anteil lag dabei bereits bei über 50 Prozent, das rein elektrisch angetriebene Modell Taycan legte in den Verkaufszahlen um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Preise des Porsche 718 Cayman GT4 RS beginnen bei 193.608 Euro, die Auslieferung startet im Frühjahr. Mit insgesamt 80 in Österreich geplanten Stück wird der Cayman weiterhin das Nischenprodukt von Porsche für all jene sein, die die sportlichen Vorzüge des Mittelmotorkonzepts schätzen.

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