Entgeltliche Einschaltung

Gewerkschaft drängt weiter auf Corona-Bonus für Tiroler Pflegekräfte

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Die Pflegekräfte machen immer wieder bei Protestaktionen auf die Arbeitsbelastung aufmerksam.
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Innsbruck – „Die Pandemie wird wohl eher zu Ende sein, als dass alle, denen er zusteht, einen Corona-Bonus erhalten haben“, prophezeit Ralf Wiestner, stv. Geschäftsführer der GPA.

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Die Belohnungszahlung in der Höhe von 500 € ans Gesundheitspersonal wurde schon bisher schleppend ausgezahlt. Die administrative Abwicklung für die Zahlungen hat der Bund den Ländern übertragen. Mit 31. Dezember 2021 endete der ersatzfähige Auszahlungszeitraum des Bundes.

Doch etliche Tiroler Pflegekräfte haben noch keinen Cent erhalten: „Das Hauptproblem ist, dass die Mitarbeiter privater Einrichtungen noch keinen Bonus bekommen haben. Sie sind sehr enttäuscht“, erklärt Wiestner. Seine Anfrage beim Sozalministerium habe ergeben, dass Mitarbeitern von privat geführten stationären Betreuungs- und Pflegediensten sehr wohl die Covid-Zahlung zusteht.

Das Schreiben habe er ans Land weitergeleitet, die Antwort lautete, eine Einreichung von entsprechenden Unterlagen beim Land „erscheine nicht zweckdienlich“, da der Auszahlungszeitraum des Bundes abgelaufen sei.

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„Erst behauptet man, der Bonus gelte nicht für Mitarbeiter privater Einrichtungen, dann heißt es, nun ist die Frist abgelaufen. So kann man die Leute sicher nicht in den Gesundheitsberufen halten“, ärgert sich Wiestner. Es habe schon Gespräche der Gewerkschaft mit LR Annette Leja gegeben, werde kein Ergebnis erzielt, überlege man rechtliche Schritte.

Eine weitere Baustelle wurde beim Treffen besprochen: Wechselt jemand die Arbeitsstelle, fühlt sich weder der vergangene noch der neue Arbeitgeber für die Covid-Zahlung zuständig. (pla)


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