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„Rettet das Kind Tirol“ – Mehr Unterstützung für in Not geratene Familien

Jeder kann unverschuldet in eine Notlage geraten: „Rettet das Kind Tirol“ versucht zu helfen. Eine Aktion, die mit der Hilfe für Bergbauernkinder begonnen hat.

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Innsbruck – Die junge Mutter zweier Kinder fiel aus allen Wolken, als der Brief vom Rechtsanwalt im Namen der Hausverwaltung kam. Seit Monaten war die Miete nicht mehr bezahlt worden. Der Kindsvater hatte sowohl das Geld für die Miete als auch alle anderen Reserven verwettet. Tobias (5), Lisa (1) und ihre Mutter drohte die Delogierung.

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Durch die Soforthilfe von „Rettet das Kind Tirol“ wurden gemeinsam mit anderen Organisationen helfende Hände gefunden. Kindergeld, Mietzinsbeihilfe, vor allem aber die Soforthilfe helfen der jungen Mutter, sich und ihre beiden Kleinen vor dem Ärgsten zu bewahren.

Prominenter Unterstützer für „Rettet das Kind Tirol“ ist nun Benni Raich, hier mit der Vorsitzenden Karoline Obitzhofer.
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„Jedes Kind braucht Freude – dieses Motto haben wir für unsere Arbeit gewählt“, betont Karoline Obitzhofer. Damit erinnert die Obfrau von „Rettet das Kind Tirol“ an die Kinder, die in unserer Heimat Tirol in Armut und in einem belasteten Umfeld aufwachsen. Wie so vieles hat sich auch hier die Lage in der Pandemie – verstärkt durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Inflation und damit gestiegene Preise – oft verschärft. Betroffene Mütter und Väter leben immer in Sorge, wie Miete und Strom bezahlt werden sollen. Oder ebenso schlimm: Wie soll das tägliche Brot auf den Tisch kommen? Schon zur Monatsmitte ist das Konto gähnend leer. So wie beim Vater von Mia (4), Laura (9), Lea (11) und Andreas (15), der seit Kurzem allein für die vier Kinder zu sorgen hat.

Die Mutter starb nach einer kurzen, schweren Krankheit. Vorher arbeitete der Vater Vollzeit und konnte die Familie ernähren, den Kredit fürs Haus abzahlen. Jetzt, mit dem Teilzeiteinkommen, geht sich das alles nicht mehr aus. Dieses ungewisse Leben belastet die Kinder in besonderem Maße. Beim Spielen oder beim Sport können Kinder ihre Sorgen vergessen. Wenn den Kindern auf ihrem Bildungsweg geholfen wird, dann ist das nachhaltig. „Rettet das Kind Tirol“ kann auf verschiedene Weise helfen (siehe auch Faktbox). Seit ein paar Wochen wird der Verein tatkräftig unterstützt. Olympiasieger und Skistar Benni Raich tritt als Botschafter auf: „Kinder liegen mir am Herzen. Als Vater ist es mir wichtig, hinzuschauen und zu versuchen zu helfen“, sagt er und bittet alle Tirolerinnen und Tiroler um ihre Unterstützung.

Einerseits geht es um die Soforthilfe, aber es sollen auch Familien unterstützt werden, wenn es um die Entwicklung der Kinder geht. Ob Lernhilfen, Patenschaften oder die notfallpsychologische Hilfe. Mit 20, 35 oder 50 Euro wird schon ein entscheidender Beitrag geleistet: „Jeder Euro lindert Not“, bedankt sich Obfrau Obitzhofer.

Insgesamt werden jährlich etwa 4000 Kinder durch Projekte unterstützt. Angefangen hat „Rettet das Kind Tirol mit der Weihnachtshilfe für Bergbauernkinder, das waren im ersten Jahr 16.000 Schilling (zirka 1200 Euro) und 1981 bereits 300.000 Schilling (zirka 25.000 Euro). So hat sich die Unterstützung im Laufe der Jahre enorm erhöht. Zuletzt jährliche Unterstützungen: Weihnachtshilfe über 100.000 Euro, Soforthilfe 140.000 Euro. (TT)


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