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Österreichs Rodel-Trio attackiert das Podest, Prock zur Halbzeit Vierte

Hinter den Deutschen Natalie Geisenberger, Anna Berreiter und der Russin Tatjana Ivanowa liegt Hannah Prock als beste ÖOC-Athletin auf Rang vier, es folgen Lisa Schulte als Fünfte und Madeleine Egle als Siebente.

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Hannah Prock lieferte am ersten zwei solide Läufe ab und hat noch alle Chancen auf eine Medaille.
© DANIEL MIHAILESCU

Peking - Österreichs Rodlerinnen werden am Dienstag bei den Olympischen Spielen in Yanqing aus den Positionen vier, fünf und sieben die Medaillenränge attackieren. Hinter den Deutschen Natalie Geisenberger, Anna Berreiter und der Russin Tatjana Ivanowa war Hannah Prock beste ÖOC-Athletin (+0,669), es folgten Lisa Schulte (+0,772) und Madeleine Egle (+1,010). Für die nach dem ersten Lauf führende deutsche Mitfavoritin Julia Taubitz ist nach einem Sturz keine Medaille mehr möglich.

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Das ausgerechnet Prock am nähesten zu den Medaillenrängen liegen würde, kam überraschend. Allerdings hatte die Weltcupzweite Egle im ersten Lauf nur knapp das endgültige Runterrutschen von der Rodel verhindert, war nur 17.

Egle will einer Medaille "nicht hinterherweinen"

Trotzdem stieg die 23-jährige Team-Staffel-Dritte von Pyeongchang 2018 lächelnd von der Rodel. "Im Sport wird immer nur auf Ergebnisse geschaut, es ist oft so extremer Druck da. Das habe ich für mich beschlossen, dass ich es auch genießen will. Und nicht zehn Jahre später einer Medaille hinterherweinen, sondern ich möchte sagen, das war cool bei den Spielen. Ich glaube, das funktioniert für mich", sagte sie.

Die Aufholjagd begann, es ging bis Platz sieben weit nach vorne. "Natürlich möchte ich zeigen, dass ich es drauf habe. Ich möchte noch zwei gute Läufe zeigen." Bei ihrem Sturz wieder ganz auf die Rodel zu kommen, sei für sie wichtig gewesen. "Ich weiß nicht genau, wie ich es gemacht habe. Ich lag unten und bin wieder rauf." Jede aus dem Team werde am Dienstag wieder Vollgas geben, man werde noch eine gute Leistung zeigen.

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Prock fand bei sich ein paar kleine Fehler, Rutscher in der zweiten und neunten Kurve, die sie am nächsten Tag noch ausbessern wolle. "Ich habe mir nicht gedacht, dass sich so viel ausgeht. Ich habe am Start noch einmal ein bissl zugelegt auf das Training hin." Sie sei locker drauf, mache sich nicht zu viel Druck, das scheine zu klappen. "Ich habe Spaß auf der Rodel, das ist das Wichtigste", sagte die 22-Jährige. Sie werde versuchen, sich abzulenken und nicht zu viel nachzudenken, dann werde es mit dem Schlaf klappen.

Schulte fiel nach einem sehr guten ersten Lauf und Platz drei auf den fünften Rang zurück. "Im zweiten wollte ich die Rutscher vom ersten ausbessern, das ist besser gelungen. Dann habe ich leider einen Fehler aus der Sechs raus gemacht, der Zeit kostete und megaärgerlich ist. Jetzt müssen wir schauen, was noch drinnen ist", sagte die 21-Jährige. "Ich denke, ich kann gut schlafen, ich bin immer müde am Abend, so ein Renntag ist anstrengend. Morgen gibt es nur Angriff, ich habe nichts zu verlieren."

Cheftrainer Rene Friedl war hocherfreut, den "jungen Mädels" liege die Bahn, sie seien im Rennen drinnen. "Ihnen taugt es, auch Madeleine hat wieder Anschluss gefunden. Ich denke, die greifen morgen wieder an." Die Bahn verlange einem wirklich alles ab, sei sehr selektiv und halte einiges an Überraschungen bereit." Die Entscheidung fällt am Dienstag mit den Läufen drei und vier (12.50 Uhr bzw. 14.35 Uhr MEZ). (APA)

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