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Debütant und Favorit in einem: Lamparter will am liebsten „alles zerreißen“

Der Tiroler ÖSV-Kombinierer Johannes Lamparter greift heute (ab 9 Uhr/live ORF 1) im ersten Olympia-Bewerb an.

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Mit erst 20 Jahren zählt der Tiroler Johannes Lamparter bei seinen ersten Olympischen Spielen zu den größten Medaillenhoffnungen.
© gepa/Klansek

Von Benjamin Kiechl

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Innsbruck, Zhangjiakou – Wann, wenn nicht jetzt, hätte Johannes Lamparter allen Grund dazu, nervös zu sein? Der 20-jährige Rumer reiste als Führender im Gesamtweltcup zu seinen ersten Olympischen Spielen. War der Tiroler vor einem Jahr nach dem sensationellen Doppel-Weltmeistertitel von Oberstdorf noch der Überraschungsmann, so zählt er heute (9 Uhr Springen, 11.55 Uhr 10 km Langlauf) im ersten Einzel-Bewerb von der Normalschanze „plötzlich“ zu den Top-Favoriten.

Das liegt auch daran, dass mit dem achtfachen Saisonsieger Jarl Magnus Riiber (NOR) und Titelverteidiger Eric Frenzel (GER) die wohl schärfsten Konkurrenten noch immer in Corona-Quarantäne sind.

„Ich möchte um die Medaillen mitkämpfen“, machte Lamparter kein Hehl aus seinen Ambitionen. Bei der Olympia-Generalprobe in Seefeld hatte der dreifache Weltcupsieger Gesamtrang zwei noch vor dem überragenden Riiber belegt und viel Selbstvertrauen gesammelt.

„Die Schanze funktioniert echt super“, sagte Lamparter nach einem dritten Platz im Trainingssprung und will am liebsten „alles zerreißen“. Den größten Druck legt er sich also selbst auf. Es liegt am Trainerteam rund um Chefcoach Christoph Eugen, den ehrgeizigen Athleten optimal einzustellen. Es ist seine erste Olympia-Chance – und weitere werden folgen.

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Nach den Medaillen von Teresa Stadlober (Langlauf) und Manuel Fettner (Skispringen) kann sich „Jo“ sicher sein, dass das Material passt. Teamkollege Franz-Josef Rehrl gewann mit einem Sprung auf 105,5 Meter sogar ein Training. Gegen die Kälte hat er sich einen Bart wachsen lassen („Ich hoffe, das hilft!“). Das rot-weiß-rote Quartett für den ersten Bewerb komplettieren der Absamer Lukas Greiderer und der Steirer Martin Fritz. Der starke Springer Mario Seidl muss indes im ersten von drei Bewerben zuschauen.


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