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ÖSV kontert Leitners Materialkritik: "Sind bisher sehr zufrieden"

Die harsche Kritik am Langlaufski des Biathleten Felix Leitner am Material stieß beim ÖSV-Sportdirektor Toni Giger auf Verwunderung. Der Tiroler sei mit einem Ski gelaufen, "der bei gleichen Bedingungen und anderen AthletInnen bereits zu Medaillen geführt hat".

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Felix Leitner kommt mit den Bedingungen bei Olympia bislang nicht zurecht.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Peking – Im Österreichischen Skiverband kann man die harsche Kritik von Biathlet Felix Leitner am Material nicht nachvollziehen. "Bisher waren unsere AthletInnen mit dem Material sehr zufrieden und unsere Auswertungen und vor allem die Ergebnisse unserer AthletInnen bestätigen das", teilte ÖSV-Sportdirektor Anton Giger mit.

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Leitner hatte seine Skier nach Platz 16 im olympischen Einzel-Bewerb über 20 km am Dienstag eine "Katastrophe" genannt. "Ich hätte es mir anders erhofft, habe aber gewusst, dass wir mit den Skiern Probleme haben, wenn es eiskalt ist. Das hat sich bewahrheitet", sagte der Tiroler, der auf den schnellsten Läufer 3:42 Minuten Rückstand hatte.

Leitners Kritik "besonders verwunderlich"

Leitners harsche Kritik sei "besonders verwunderlich", so Giger nun, "da bei ihm ein Ski eingesetzt wurde, der bei gleichen Bedingungen und anderen AthletInnen bereits zu Medaillen geführt hat", führte der langjährige Leiter der Innovationsabteilung "Ski Austria Race Service and Technology" aus. Er bedankte sich bei der Firma Fischer für ein "extra für diese Verhältnisse" konzipiertes Modell.

Die Analyse der Laufzeiten des Männer-Rennens war offiziell am Mittwochvormittag noch nicht abgeschlossen. In Bezug auf Leitners Rückstand kursierte folgende Erklärung: Leitner liebe nassen Schnee, der die Athleten tief einsinken lässt, weil er durch sein vergleichsweise geringes Gewicht hier Vorteile generieren könne. Der Schnee der Loipe in Zhangjiakou ist durch die tiefen Temperaturen aber stumpf und noch dazu pickelhart.

Hinsichtlich des Materials betreibe man "ein spartenübergreifendes System", das alle Athleten eng vernetze, so Giger. "Unsere Mitarbeiter im Bereich Skiservice und Technologie, leisten hier unter sehr herausfordernden Rahmenbedingungen sensationelle Arbeit." Im Bereich Biathlon gehöre das Team sicher zu den "Topnationen", heißt es aus dem ÖSV.

Auch bei diesen Spielen ist eine Schleifmaschine vor Ort, mit der Beläge und Kanten der Ski bearbeitet werden können. Neben dem Aufbau ist der Schliff wichtigstes Kriterium für eine gute Gleiteigenschaft, wichtiger fast noch als das Wachs. Sechs Serviceleute würden sich neben dem erwähnten Austausch zwischen den Sparten intensiv um Biathlon kümmern. (APA)


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