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Acht Listen, zwei gegnerische Fronten: Lienz koppelt

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Kampf um die Liebburg: Am 27. Februar entscheidet sich, wer im Lienzer Gemeinderat sitzen wird.
© Oblasser

Lienz – SPÖ, NEOS, Grüne und die Liste Stadt Lienz gegen alle anderen: So präsentieren sich die Kandidatenlisten wenige Wochen vor den Gemeinderatswahlen am 27. Februar. In der Osttiroler Bezirkshauptstadt treten acht Gruppierungen an, jede will möglichst viele der insgesamt 21 Sitze erobern. Neben den vier oben genannten Listen sind es noch die ÖVP, die FPÖ, die Liste von Tourismusobmann Franz Theurl mit einigen ÖVP-nahen Namen sowie die impfkritische MFG.

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Zwei gegnerische Fronten zeichnen sich bereits ab und werden sich wohl bei vielen Abstimmungen im neu gewählten Gemeinderat bemerkbar machen. SPÖ, Grüne, NEOS und Liste Stadt Lienz haben gekoppelt. Das bedeutet, dass Reststimmen für eine dieser Listen nicht in den allgemeinen Topf kommen und von dort aus neu verteilt werden, sondern allein den Koppel-Partnern zugutekommen. Damit wird eine Partnerschaft fortgesetzt, die schon bisher funktioniert hat. SPÖ-Bürgermeisterin Elisabeth Blanik konnte im Gemeinderat auch früher schon auf die Zustimmung der Grünen und der LSL zählen.

Auf der anderen Seite hält man nichts vom Koppeln. Die FPÖ nennt es „ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten“, die ÖVP unterstellt Blanik, dass es ihr „ausschließlich um den Machterhalt geht“, und Theurl nimmt für seine Unabhängigkeit in Kauf, dass das Mandate kosten könnte.

Welche Front die Mandatsmehrheit erreicht, wird sich zeigen. Große Unbekannte ist die MFG, die noch nie in der Liebburg vertreten war. (co)


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