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Serfauser Bürgermeister: „Brauchen auch Jobs abseits vom Tourismus“

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Paul Greiter (63) hat Lust auf sechs weitere Bürgermeisterjahre.
© Wenzel

Serfaus – Mit 800.000 Nächtigungen (vor der Pandemie) liegt Serfaus auf dem 3. Stockerlplatz im bezirksweiten Ranking – nach Ischgl und St. Anton. Womit der Tourismus die mit Abstand dominierende Erwerbsquelle im 1100-Einwohner-Dorf ist. Aber vor allem in der jüngeren Generation kommt es zu Abwanderung, nicht mehr alle sehen ihren Lebensmittelpunkt in Serfaus. Es gibt zu wenige „nichttouristische“ Jobs und leistbare Wohnungen. Dieser Befund ist Ergebnis aus dem Dorfentwicklungsprozess der Gemeinde unter dem Motto „Ins’r Zukunft z’liab“.

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Beide Themen, alternative Arbeitsplätze und mehr leistbare Wohnungen, wertet Bürgermeister Paul Greiter (63) als „die große Herausforderung“ für das Dorf in den kommenden sechs Jahren. Greiter ist bereit, weiterhin Verantwortung zu übernehmen. Der erfahrene Kommunalpolitiker war 18 Jahre lang Vizebürgermeister, seit 2010 genießt er als Bürgermeister großes Vertrauen in der Bevölkerung. Auch diesmal gibt es keinen Kandidaten, der ihn aus dem Bürgermeistersessel werfen könnte. Und um den Einzug in den 13-köpfigen Gemeinderat bewirbt sich allein die „Allgemeine Bürgerliste Serfaus – Paul Greiter“. Die Liste sei gegenüber 2016 jünger geworden, zwei Frauen kandidieren an wählbarer Stelle. Überraschend viele junge Leute würden Interesse am Mitgestalten im Dorf am Sonnenplateau zeigen.

Wie geht es mit dem Tourismus weiter? – „Skigebietserweiterungen sind jedenfalls nicht geplant“, stellt der Bürgermeisterkandidat fest. Investitionen würden in die Qualitätsverbesserung bestehender Anlagen fließen. Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze werde man sich um Dienstleister bemühen und so genannten Coworking-Space anbieten. (hwe)


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