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In Mils koppelt nun schon zum zweiten Mal ein Viererblock

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Der Andrang aufs Milser Gemeindeamt ist heuer größer denn je.
© Domanig

Von Michael Domanig

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Mils – Dass gleich vier Listen unterschiedlicher politischer Ausrichtung ihre Wahlvorschläge koppeln, mag außergewöhnlich sein. Genau das ist in Mils nun aber schon zum zweiten Mal der Fall.

Ziel sei, Reststimmen nicht verfallen zu lassen, betont Ruth Plaikner von der Bürgerliste „Zukunft.Mils“. Die Entscheidung sei unabhängig von der Tatsache gefallen, dass in Mils diesmal acht (!) Listen (darunter neu die „Parteifreie Bürgerliste Mils“ und die MFG) antreten. Es gebe „kein Papier mit inhaltlichen Vereinbarungen“, sehr wohl aber „von der Arbeitslinie her viele Übereinstimmungen“.

So sieht das auch Clemens Schumacher, Spitzenkandidat von „Unser Mils – Die Grünen“: „Jede Stimme soll zählen und das bunte Bild, das es in Mils gibt, sichtbar werden.“ Bei Themen wie Klima, Mobilität oder der Gründung von Energiegemeinschaften habe man sich „durchaus gefunden“, die Gefahr eines „Einheitsbreis“ bestehe aber nicht.

In Sachen Umwelt, Verkehr und Wohnbau oder im Kampf gegen Flächenversiegelung sieht auch Lukas Kruckenhauser, Bürgermeisterkandidat der „SPÖ Mils & Parteifreie“, viele Gemeinsamkeiten, besonders mit den Grünen.

„Es geht hier um die Zielorientierung, politische Farbenlehre gehört da beiseite“, stellt Andreas Spechtenhauser, Bürgermeisteranwärter von „Aktives Direktes Mils“ (ADM), klar. „Nachhaltigkeit als Grundanschauung“, transparente Finanzgebarung, die Förderung des Vereinslebens oder die Betreuung von Jung und Alt seien einige der Themen, wo man ähnliche Anschauungen vertrete.

Kritik kommt indes vom scheidenden Gemeindevorstand Christian Pittl – vor allem an jenen Vertretern von „Zukunft.Mils“, die 2021 aus Pittls Fraktion „Lebenswertes Mils“ ausgetreten waren. „Hauptgrund für die Abspaltung war, dass ich eine Annäherung an die ÖVP wollte“, erklärt Pittl. Die neue Liste nenne sich explizit „parteifrei“ – habe aber offenbar kein Problem damit, sich mit deklarierten Parteilisten zu verbünden. Pittl hatte 2016 übrigens selbst den ersten „Vierer- block“ geschmiedet, damals noch mit dem Ziel, die „Absolute“ der Bürgermeisterliste zu brechen – was auch gelang.


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