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Corona dezimierte den HC Kufstein vor Entscheidungsspiel in Kundl

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Ein Corona-Cluster überschattet das brisante ÖEL-Derby.
© Mühlanger

Kundl – Einen guten Zeitpunkt für einen Corona-Cluster gibt es nicht. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte der HC Kufstein aber auch nicht erwischen können. Wie sich gestern herausstellte, fallen deshalb neun Spieler für das heutige Entscheidungsspiel in Kundl (19.30) um den dritten Play-off-Platz in der Österreichischen Eishockey-Liga aus.

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Die Festungsstädter laufen mit einer Rumpftruppe auf, Sportvorstand Willi Lanz und Obmann Roland Luchner gehen außerplanmäßig auf Puckjagd. Wie auch der ehemalige Goalie Andreas Luchner, dessen Dienste benötigt werden, weil sich alle drei (!) Kufsteiner Torhüter mit dem Coronavirus infiziert haben.

„Wir hätten das Spiel absagen können und wären dadurch im Play-off gestanden. Aber wir bevorzugen den sportlichen Weg“, betonte Obmann Roland Luchner. Eine schöne Geste rund um ein emotionales Derby: „Sonst hätte es einen schalen Beigeschmack.“

Die Kundler Krokodile haben ihre Corona-Geschichte bereits hinter sich. „Wir kämpften zwischenzeitlich mit 13 Fällen“, erzählte Obmann Gerhard Maier. Das brisante Derby hätte ja bereits vor zwei Wochen über die Bühne gehen sollen. „Mit uns rechnete keiner mehr“, zeigte sich Maier stolz auf die Aufholjagd seiner Truppe. Mit einem Sieg kann sich Kundl für das am Samstag startende Play-off qualifizieren. Nicht nur das Selbstvertrauen spricht für die Hausherren, sondern auch die Personal- situation. (dale)

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