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Kurt Absolon in der Innsbrucker Galerie Maier: Spiel mit Andeutungen

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„Hiob – der Geschlagene“ (1951) von Kurt Absolon.
© Watzek

Von Edith Schlocker

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Innsbruck – Ganze 33 Jahre dauerte das Leben des Wiener Malers und Grafikers Kurt Absolon. Um, fast als würde er wissen, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, unermüdlich auf der Suche nach der „inneren Wahrheit“ zu sein, wie Otto Breicha es einmal formuliert hat. Der Schüler von Robin Christian Andersen an der Wiener Akademie – wo er auch den legendären Abendakt von Herbert Boeckl besucht hat – ist offensichtlich einer der Lieblingskünstler von Mina und Stefanie Maier, widmen sie dem 1958 an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorbenen Künstler doch immer wieder Personalen.

Wie die, in deren Mittelpunkt der Zeichner Absolon steht, der fabelhafte Erzähler von Geschichten, in denen es um Hiob genauso wie Terror oder Stierkämpfer geht. Formuliert in einer Handschrift, wie sie nur in den 1950er-Jahren möglich war, um trotzdem absolut unverwechselbar zu sein durch die Art, wie Absolon es verstand, die komplette Palette des Grafischen von der feinsten Linie bis zum schwarzen Fleck auszureizen. Um die Motive sozusagen aus dem Weiß des Blattes auf eine Bühne heraustreten zu lassen. Ein Spiel inszenierend, das mit feinen Andeutungen auskommt, mit raffinierten Ausschnitten, zur Essenz verdichteten Bildkürzeln. Absolute Raritäten sind Ölbilder Kurt Absolons, wie die in der Schau zu sehende „Stadtlandschaft“, die um 1949 entstanden sein dürfte.

Kommenden Samstag (11 Uhr) wird in der Galerie Maier das soeben erschienene Werkverzeichnis Kurt Absolons präsentiert.

📍 Galerie Maier. M.-Theresien-Straße 38, Innsbruck; bis 5. März, Di–Fr 10–12, 15–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr


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