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Wahlkampfsplitter: Vom Polit-Neuling zum Bürgermeister

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Christian Ihrenberger (l.) und Siegfried Gaugg – zwei Freunde, wie beide betonen – wollen in Scharnitz die Nachfolge von Bürgermeisterin Isabella Blaha antreten.
© Gemeinsam für Scharnitz, Privat

Wer auch immer die Wahl in Scharnitz gewinnen wird: Der neue Bürgermeister ist ein Quereinsteiger. Beide Kandidaten – Siegfried Gaugg und Christian Ihrenberger – waren bislang nicht im Gemeinderat vertreten. Gaugg, bekannt als Wirt von der Pleisenhütte, tritt mit „Für Scharnitz“ an und wird von der scheidenden Bürgermeisterin Isabella Blaha unterstützt. Auch wenn er mit seinem politischen Engagement von 0 auf 100 startet, traut er sich das Bürgermeisteramt aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Selbstständiger zu. Neben der Sicherstellung der Wasserversorgung, dem Ausbau der Kinderbetreuung und der Aufwertung des Ortsbildes möchte Gaugg wieder einen Nahversorger nach Scharnitz holen.

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Der zweite Kandidat, Christian Ihrenberger („Gemeinsam für Scharnitz), ist bekannt als Feuerwehrkommandant und Finanzverwalter der Gemeinde. Viele Dinge seien ihm im Zuge seiner beruflichen Tätigkeit negativ aufgefallen. Und statt nur zu schimpfen, will er nun selbst etwas ändern, erklärt Ihrenberger seine Motivation. Wahlversprechen zu machen, sei angesichts „leerer Kassen“ schwer, wie er sagt. Jedenfalls will Ihrenberger die Infrastruktur verbessern und sich ebenfalls um einen Nahversorger bemühen. Außerdem sei es wichtig, für die Gemeinde Einnahmen zu lukrieren.

Die beiden Kandidaten verbindet nicht nur eine Freundschaft, wie sie beide betonen, auch ihr oberstes Ziel ist dasselbe: nach Jahren der Streitereien und Querelen endlich wieder Ruhe in die Gemeinde-Politik bringen.


In Neustift sorgt eine Listenkoppelung für Gesprächsstoff. Bürgermeisterkandidatin Andrea Pfurtscheller-Fuchs gab als eines ihrer größten Wahlziele an, die „Allmacht der beiden großen Listen“ – Junges Neustift und Gemeinschaftsliste – zu brechen. Dass ihre Liste 5 „Für Neustift“ nun mit „Junges Neustift“ koppelt, ist für Pfurtscheller-Fuchs kein Widerspruch. „Das ist ja kein Koalitionsabkommen. Es geht darum, keine Reststimmen zu verlieren“, so die Bürgermeisterkandidatin. Eine Zusammenarbeit mit „Junges Neustift“ könne sie sich aber natürlich schon vorstellen.


In Tulfes hat die Gemeinde mit Zustellproblemen der Post zu kämpfen. Nicht nur die Wahlwerbung des Bürgermeisters Martin Wegscheider kam in manchen Haushalten nicht an, auch bei der Zustellung der Wahlkarten gab es Probleme. „Kurzerhand haben deshalb die Gemeindemitarbeiter die Wahlkarten ausgetragen“, sagt Wegscheider. Sollte jemand noch auf seine beantragte Karte warten, möge er sich am heutigen Freitag noch bei der Gemeinde melden, sagt der Bürgermeister. (dd)


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