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Haussammlung der Tiroler Caritas: „Seismografen für versteckte Not“

1500 Freiwillige sammeln ab 1. März wieder Spenden für die Inlandshilfe der Caritas.

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Die Haussammlung der Caritas hat eine lange Tradition, alle Gelder kommen Menschen in Tirol zugute.Symbolfoto: Caritas Tirol

Innsbruck – Einen Monat lang ziehen sie durch die Gemeinden, klopfen an den Türen, pflegen Kontakte und bitten um Spenden. Am 1. März startet die Haussammlung der Tiroler Caritas. Die Aktion hat eine lange Tradition, rund 1500 Ehrenamtliche beteiligen sich heuer daran. Alle Gelder kommen in Not geratenen Tirolerinnen und Tirolern zugute – von der Katastrophen- oder Familienhilfe über die Sozialberatung bis zur Obdachlosenarbeit.

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„Wir als Caritas können die strukturelle Not nicht lösen, aber die akute abfedern“, sagte Elisabeth Rathgeb gestern bei der Präsentation der diesjährigen Haussammlung. Wie die Direktorin der Tiroler Caritas berichtet, habe die Corona-Krise viele Menschen in die Not gestürzt, „denen es bislang sehr gut gegangen ist“. Jeder gespendete Euro wird laut Rathgeb im Inland verwendet und zehn Prozent der Summe blieben sogar „in der entsprechenden Gemeinde, damit die Caritas in den Pfarren schnell vor Ort helfen kann.“

Wir als Caritas können die strukturelle Not nicht lösen, aber die akute abfedern.
Elisabeth Rathgeb (Direktorin der Tiroler Caritas)

Johannes Wild aus Mieders ist einer der 1500 Freiwilligen, die landauf, landab von Haus zu Haus ziehen. „Wir sind einzelne Charaktere, die aber die Intention der Caritas weitergeben. Für mich ist die Initiative auch ein irrsinnig wichtiger Part der Kommunikation im Dorf.“ Die Sammler bitten nicht nur um Spenden, meint Wild. „Reden und zuhören gehört mit dazu, die Gelegenheit nutzen zu fragen, wo in der Gemeinde Hilfe gebraucht wird, sowie Unterstützung anbieten.“

Und die ist vielfältig. Neben dem direkten und raschen Beistand in den Pfarren werden durch die Einnahmen aus der Aktion – welche ein Gros des Caritas-Spendenbudgets ausmachen – die Demenz-Beratung in Innsbruck, Imst und Uderns finanziert, Lerncafés abgehalten, Erholungswochen veranstaltet. Die Hilfe kommt auch Familien zugute, wo etwa ein Brand oder plötzlicher Todesfall die Existenz bedrohen.

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Sie fragen zuerst: ‚Wie geht es Ihnen?‘, und erst dann: ‚Welchen Beitrag können Sie leisten?'
Hermann Glettler (Innsbrucker Bischof)

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler nennt die Haussammlerinnen und Haussammler „Schrittmacher für Begegnung, nach der ermüdenden Phase der Pandemie“. Zudem seien sie „Seismografen für versteckte Not“ im Land. „Sie fragen zuerst: ‚Wie geht es Ihnen?‘, und erst dann: ‚Welchen Beitrag können Sie leisten?‘“, sagt Glettler.

Ab kommenden Dienstag und bis inklusive Donnerstag, 31. März, sind die ehrenamtlichen Sammler in Tirol unterwegs. Die Projekte der Caritas können auch abseits davon unterstützt werden. Informationen zu den Spendenmöglichkeiten und -konten gibt es im Internet unter www.caritas-tirol.at (bfk)


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