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Überragender Kraft führte ÖSV-Adler zu Sieg im Lahti-Teamspringen

Österreichs Skispringer surfen weiter auf der Erfolgswelle. Einen Tag nach dem Einzelsieg von Stefan Kraft, flog das rot-weiß-rote Adler-Quartett um den Salzburger, Jan Hörl, Clemens Aigner und Ulrich Wohlgenannt auch im Teambewerb zu Platz eins.

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Stefan Kraft war der Mann des Abends.
© ANTTI YRJONEN

Lahti – - Österreichs Skisprung-Quartett der Männer hat am Samstag im Weltcup-Teambewerb in Lahti triumphiert. Die Olympiasieger Stefan Kraft und Jan Hörl sowie Clemens Aigner und Ulrich Wohlgenannt setzten sich vor den Slowenen, den Olympia-Zweiten, durch. Schlussspringer Stefan Kraft brachte mit dem letzten Flug, bei dem er Peter Prevc um 7,5 Meter übertraf, die ÖSV-Mannschaft mit 5,5 Punkten Vorsprung erstmals in Führung. Karl Geiger sicherte Deutschland den dritten Rang (-29,9).

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Die Österreicher machten es mit dem gegenüber den Winterspielen veränderten Team spannend. Vortagessieger Kraft brachte die Mannschaft mit seinem ersten Flug zur Halbzeit bis auf 0,6 Punkte an die führenden Slowenen heran. Im zweiten Durchgang vergrößerte sich der Rückstand trotz Aigners Flug auf die Höchstweite von 131,5 Meter zunächst wieder, doch der Doppel-Weltmeister von Lahti 2017 ließ 128 Meter auf 130 folgen. Das sollte zum Sieg reichen, denn Mixed-Team-Olympiasieger Prevc (123,5/120,5) vermochte nicht Paroli zu bieten.

🎿 Teamspringen in Lahti

  • 1. Österreich (Jan Hörl/126,5/124,5, Clemens Aigner/119/131,5, Ulrich Wohlgenannt/117,5/124, Stefan Kraft/130/128) 1.087,9
  • 2. Slowenien (Ziga Jelar/126/127,5, Cene Prevc/124/130,5, Timi Zajc/122,5/127, Peter Prevc/123,5/120,5) 1.082,4
  • 3. Deutschland (Constantin Schmid/121,5/127,5, Severin Freund/124/131, Markus Eisenbichler/121/125,5, Karl Geiger/121,5/125) 1.058,0
  • 4. Norwegen 1.029,7
  • 5. Japan 976,4
  • 6. Finnland 945,3
  • 7. Polen 899,3
  • 8. Russland 894,3

Für Kraft war es der achte Sieg mit einem ÖSV-Team, acht Jahre nach der Premiere an gleicher Stelle, und für den erst 23-jährigen Hörl war es schon der fünfte. Aigner und Wohlgenannt jubelten über ihre Premierenerfolge. "Sie haben vor dem Finale gesagt, Krafti, wir machen das und du zauberst am Schluss einen hinunter. Dass es so gelungen ist, ist geil", freute sich der 28-jährige Kraft im ORF-Interview. Sein erster Flug habe allen Mut gemacht. "Alle sind einen brutal guten zweiten Durchgang gesprungen, das hat mich auch beflügelt", betonte der Skiflug-Weltrekordler.

Der 27-jährige Vorarlberger Wohlgenannt freute sich über einen "guten Job". "Ich bin super glücklich. Wenn man mit Krafti im Team springen darf, ist das mega. " Wohlgenannt und der 29-jährige Tiroler Aigner hatten sich den Einsatz mit guten Leistungen am Vortag im Einzelbewerb gesichert, als sie deutlich vor den Olympiasiegern Manuel Fettner und Daniel Huber gelandet waren.

Im Nationencup rückte Österreich als Zweiter bis auf 189 Punkte an Team-Weltmeister Deutschland heran. Es war im vierten Saisonbewerb der dritte ÖSV-Erfolg nach Wisla und Bischofshofen.

Am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF 1) folgt in Finnland ein weiterer Einzelbewerb. In der ersten Konkurrenz am Freitag hatte Kraft seinen 23. Sieg gefeiert und damit mit Thomas Morgenstern gleichgezogen. Mehr Erfolge im Weltcup haben von den Österreichern nur Gregor Schlierenzauer (mit 53 der Rekordhalter) und Andreas Felder (25) erreicht. (APA, TT.com)


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