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Hyundai-Bus im Zillertal: Brennstoffzelle schlägt Batterie um Längen

Hyundai Elec City Fuel Cell Bus: ab Sommer im Verbund der Zillertalbahnen in Betrieb.
© Hyundai

Im Sommer kommt ein mittelformatiger, mit Wasserstoff betriebener Bus von Hyundai nach Tirol.

Wien – Im Gegensatz zu einem Batterie-Stromer produziert sich ein Brennstoffzellfahrzeug die elektrische Antriebsenergie selbst, aus Wasserstoff, in einer Art Bord-Kleinkraftwerk. Einer raschen Verbreitung dieser Technik steht allerdings die Bereitstellung dieses Elements entgegen. Einerseits hinsichtlich der Gewinnung respektive Produktion, andererseits im Hinblick auf die Infrastruktur. Es gibt derzeit in Österreich ganze vier öffentlich zugängliche Wasserstoff-Tankstellen.

Dennoch lässt Hyundai nicht locker und setzt auf die Nutzfahrzeug-Sparte. Im konkreten Fall auf Nahverkehrs-Busse. Auf dem Heimmarkt, in Südkorea, sind davon bereits rund hundert im Einsatz. Etliche Fahrzeuge sind mittlerweile in Mitteleuropa gelandet. Eines davon in Wien, das seit Jahresbeginn im täglichen Demonstrations-Betrieb unterwegs ist. Als Nächstes ist die steirische Landeshauptstadt an der Reihe, im Sommer kommt ein Elec City Fuel Cell Bus nach Graz. Danach wird einer in Tirol landen, im Verkehrsverbund der Zillertalbahnen.

Mit Gebirgigem sollte es der Brennstoffzeller locker aufnehmen können. Dazu ein paar Eckdaten: ein Asynchron-E-Motor, zwei Brennstoffzellenmodule à 90 kW, zwei Li-Ion-Batterien à 39,2 kWh, fünf Drucktanks mit gesamt 175 l Wasserstoff. Die Leistung, bei elf Metern Länge, 5,4 Metern Radstand und 25 Sitz- sowie 36 Stehplätzen: 245 PS, 26 Prozent Steigfähigkeit, 10,8 Meter Wendekreisradius, 550 km Reichweite. Das Tanken dauert 14 Minuten.

Damit ist der Brennstoffzellenbus einem Diesel ebenbürtig und einem Stromer weit voraus. (bkh)

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Angela Dähling

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