Bundesliga

Die WSG ist in Hartberg auf der Suche nach verlorenem Vertrauen

Auch wenn es auf diesem Bild nicht danach aussieht: Das letzte Spiel in Hartberg (Rajko Rep, inzwischen bei Klagenfurt) verloren Fabian Koch und Co. (r.) im Februar mit 0:1. Diesmal will die WSG aber nicht nur bildlich gesprochen obenauf sein.
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Ein Feuerwerk ist heute (17.00 Uhr, live TT.com-Ticker) nicht zu erwarten, wenn die WSG Tirol zum Abschluss des Grunddurchgangs in Hartberg gastiert.

Von Tobias Waidhofer

Hartberg – Selbstvertrauen ist schwer messbar. Trotzdem lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass mit dem TSV Hartberg und der WSG Tirol heute (17.00 Uhr, live TT.com-Ticker) in der Profertil Arena zwei verunsicherte Teams aufeinandertreffen.

Die Steirer haderten nach einem bisher schwachen Frühjahr mit nur einem Punkt aus drei Spielen und dem jüngsten Aus im Cup-Halbfinale in Ried mit den Ergebnissen. „Wir müssen uns endlich wieder belohnen“, forderte Trainer Kurt Russ, der den gesperrten Goalie Rene Swete vorgeben muss. „Es fehlt uns das Erfolgserlebnis. Das ist derzeit unser Problem.“

⚽ Bundesliga, 22. Spieltag

🟢 Samstag:

  • Red Bull Salzburg - SCR Altach 4:0 (3:0). Tore: 1:0 (12.) Adamu (Elfmeter-Nachschuss), 2:0 (22.) Wöber, 3:0 (26.) Sucic, 4:0 (91.) Adeyemi (Elfmeter)

🟢 Sonntag:

  • WAC - LASK 17.00 Uhr
  • TSV Hartberg - WSG Tirol 17.00 Uhr
  • SV Ried - Sturm Graz 17.00 Uhr
  • Rapid Wien - Austria Klagenfurt 17.00 Uhr
  • FC Admira - Austria Wien 17.00 Uhr

Der letzte Heimsieg gelang im November 2021. Übrigens am selben Spieltag, an dem die WSG überhaupt den letzten „Dreier“ (3:0 in Altach) eingefahren hatte. Eine Unserie, die heute enden soll. Und dabei geht’s nicht nur um eine Moral-injektion, sondern auch um einen möglichst großen Abstand zu Schlusslicht Altach, das gestern erwartungsgemäß in Salzburg keine Punkte machte.

Gefordert sind bei der WSG alle: Egal ob die gegen Rapid so stumpfe Offensive, das zuletzt überforderte Mittelfeld oder die so fehleranfällige Defensive. „Verlieren ist verboten“, gab Silberberger als Devise aus. Dass Hartbergs Sportdirektor Erich Korherr zuletzt ausrücken musste, um eine Trainer-Diskussion zu stoppen („Wenn man das Gefühl hat, dass nichts mehr geht, muss man reagieren. Dieses Gefühl habe ich noch nicht“), lässt nicht nur Silberberger den Kopf schütteln: „Wer die Hartberger in eine Krise schreibt, hat keine Ahnung. Sie füllen ihre Rolle aus, ähnlich wie wir.“ Am Ende seien die Steirer eine „schwer zu bespielende Mannschaft mit extremen Comeback-Qualitäten, die einen klaren Plan und den ein oder anderen Akteur, der den Unterschied machen kann, hat“.

Einer, der bei der WSG schon öfter den Unterschied machte, saß gestern (endlich) im Mannschaftsbus: Thomas Sabitzer könnte nach seiner Achillessehnenreizung vielleicht im Finish schon wieder mithelfen. Und auch Maxime Awoudja war dabei. Freilich nur zur Sicherheit, falls sich noch ein Innenverteidiger verletzen sollte.

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:

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