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Chinas Außenminister gibt Russland Rückendeckung

Die Kooperation mit Russland trägt laut China zu „Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Welt bei".

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China stärkt Russland den Rücken.
© AFP/Andersen

Peking, Moskau, Kiew – Chinas Außenminister Wang Yi hat Russland im Konflikt um dessen Invasion in die Ukraine den Rücken gestärkt. Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses am Montag in Peking betonte Wang Yi, dass „China und Russland ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben" werden. Dennoch rief er auch zur Zurückhaltung im Ukraine-Krieg auf.

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„Kein Öl ins Feuer gießen"

„Was gebraucht wird, um komplexe Fragen zu lösen, ist ein kühler Kopf und rationaler Verstand", sagte Wang Yi. Es dürfe „kein Öl ins Feuer gegossen werden". Beide Länder seien enge Nachbarn und strategische Partner, so der chinesische Außenminister. Ihr Verhältnis zähle „zu den wichtigsten bilateralen Beziehungen in der Welt". Die Kooperation sei nicht nur von Nutzen für die Völker beider Länder, „sondern trägt auch zu Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Welt bei". Beide Länder lehnten eine Wiederbelebung einer Mentalität des Kalten Krieges ab, ebenso wie ideologische Konfrontation und setzten sich für die Demokratisierung internationaler Beziehungen ein.

Wang Yi warf den USA bei der Pressekonferenz zudem vor, in der Indo-Pazifik-Region mit asiatischen Verbündeten eine Verteidigungsallianz wie die NATO aufbauen zu wollen. „Die USA geben vor, regionale Zusammenarbeit voranzubringen zu wollen, aber in Wirklichkeit schüren sie geopolitische Rivalität", so Wang Yi. „Das wahre Ziel der Indo-Pazifik-Strategie ist die Schaffung einer indo-pazifischen Version der NATO", sagte Wang Yi. Unter dem Vorwand, Multilateralismus pflegen zu wollen, schafften die USA nur „exklusive Clubs", sagte der Minister.

Indiens Ministerpräsident Modi telefonierte mit Putin

Indes hat Indiens Ministerpräsident Narendra Modi Regierungskreisen in Neu-Delhi zufolge den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefongespräch zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert. Putin habe Modi über den Stand der Verhandlungen zwischen der ukrainischen und der russischen Delegation informiert, sagte ein indischer Regierungsvertreter, der im Vorfeld einer offiziellen Erklärung namentlich nicht genannt werden wollte. Modi habe Putin aufgefordert, zusätzlich zu den laufenden Verhandlungen zwischen den beiden Delegationen direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten zu führen. (APA/dpa)


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