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Internationaler Frauentag: Was die Parteien in Österreich wollen

Kinder, Karenz, Pensionen und Pflege sind im Fokus hiesiger Politikerinnen.

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Jahr für Jahr gibt es am 8. März auch aus der Politik Begehrlichkeiten, was Frauen anlangt. Realisiert wird aber vieles nicht.
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Wien – Noch gibt es viel zu tun, um Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu erreichen. Darauf haben hiesige Parteien vor dem heutigen internationalen Frauentag aufmerksam gemacht.

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Die ÖVP fokussiert auf das Thema Pflege, das auch das „Top-Thema auf der Agenda für 2022“ sein soll. Zwei Drittel der 950.000 pflegenden Angehörigen seien weiblich. Um pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Betroffene noch weiter zu unterstützen, müsse das Pflegesystem weiterentwickelt werden.

Die SPÖ startet die Kampagne „Wir sind Zukunft“, damit verknüpft sind fünf Forderungen. So wird – angesichts von 13 Prozent geschlechtsspezifischer Lohnschere – volle Transparenz bei Löhnen und Vermögen verlangt. Weiters auf der Agenda: ein Schwerpunkt Gesundheitsvorsorge und Gendermedizin sowie ein Arbeitsmarktpaket mit Ausbau von Frauenarbeitsstiftungen, Weiterbildung mit 1700 Euro Mindestlohn und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent. Und die SPÖ begehrt eine verpflichtende Väterkarenz mit einem für sie fixen Teil, was Geldbezug und Karenzzeit betrifft.

FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker verlangt von Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) mehr Bemühungen um gleichen Lohn für gleiche Arbeit; typische Frauenberufe seien aufzuwerten. Durch die Corona-Krise seien auch weniger Frauen vollzeitbeschäftigt, dies wirke sich auch auf die Pensionen aus.

Die Grünen sind überzeugt, durch ihre Regierungsbeteiligung Verbesserungen für Frauen erreicht zu haben. Sie heben die Aufstockung des Frauenbudgets um 81 Prozent und das „Gewaltschutzpaket“ hervor. Während der Pandemie hätten Frauen aber noch mehr unbezahlte Arbeit verrichtet als davor.

Die NEOS wünschen sich Reformen von Karenz und Kinderbetreuung. „Starre, konservative Karenzmodelle sowie mangelnde Kinderbetreuung vor allem im ländlichen Raum“ seien Chancenvernichter für Frauen, würden Fortschritt bremsen. Frauen sollten sich nicht mehr zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen, sagt NEOS-Mandatarin Henrike Brandstötter. (APA, TT)


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