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„Adern" aus Schwaz: Tiroler Tag auf großer Wiener Bühne

Im Akademietheater, der zweiten Spielstätte des Burgtheaters, wird am Sonntag das preisgekrönte Stück „Adern“ von Lisa Wentz aus Schwaz uraufgeführt.

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Autorin Lisa Wentz fiebert dem Sonntag entgegen.
© Rudy De Moor

Von Markus Schramek

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Wien, Innsbruck – Von so einem Start ins berufliche Herzensfach kann man als junger Mensch zumeist leider nur träumen. Der Traum von Lisa Wentz aus Schwaz in Tirol nimmt am Sonntagabend jedoch reale Formen an. Wentz’ Theaterstück „Adern“ wird an prominenter Wiener Stelle uraufgeführt: am Akademietheater in der Lisztstraße, der bekannten Außenstelle des Burgtheaters.

Entsprechend groß sind Aufregung und Vorfreude bei der Autorin. Und sie ist damit nicht allein. Im Akademietheater werden am Sonntag besonders viele Kulturfreund- Innen aus Tirol erwartet. „Es sieht so aus, als ob sich halb Schwaz angesagt hätte“, freut sich Wentz auf zahlreiche bekannte Gesichter auf den Rängen des Theaters.

Ihr Talent für kreatives Schreiben zeigte sich schon während der Schulzeit am Schwazer Paulinum. Aktuell studiert Wentz in Berlin an der Universität der Künste das Fach „Szenisches Schreiben“. Vier Jahre dauert diese Ausbildung. Heuer geht es für die 27-Jährige ins Finale.

Nach der Matura absolvierte die Tirolerin in Wien zuerst eine Schauspielschule und sammelte auch selbst erste Bühnenerfahrung. Doch der Fokus liegt seit dem Umzug in die deutsche Hauptstadt klar auf dem Schreiben, und das mit großem Erfolg.

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Mit ihrem nun zur Bühnenreife gebrachten Stück „Adern“ gewann Wentz im Vorjahr in Graz den „Retzhofer Dramapreis“. Damit verbunden war ein Preisgeld von 5000 Euro. Als Bonus erhielt die Gewinnerin die Zusage, dass „Adern“ in einer der vier Spielstätten des Burgtheaters zur Aufführung gelangt.

Zur Debatte stand damals die kleine Studiobühne im Vestibül (60 Sitzplätze) des renommierten Schauspielhauses am Ring. Spielstätte ist nun aber das Akademietheater, mit einem Fassungsvermögen von knapp über 500 Personen. Die Wiener Theatermacher erwarten sich offenbar einiges an Resonanz. Regie führt David Bösch, der schon an vielen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum Inszenierungen leitete.

Für „Adern“ nahm Wentz Anleihe bei der Geschichte ihrer Uroma, wobei die Autorin betont, „dass die Figuren im Stück erfunden sind“. Im Kern geht es um eine ungewöhnliche Liebesanbahnung im Tirol der 1950er-Jahre. Ein Witwer sucht per Inserat nach einer zweiten Ehefrau. Er findet diese und damit sein zweites Glück.


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