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Nach 44 zerkratzten Autos 40 Monate Gefängnis für Tiroler

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Autolackierer hatten in Innsbruck ab November zu tun.
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Der Fall hatte Ende des letzten Jahres für Aufsehen gesorgt. 37 Fahrzeuge waren am 2. November in der Reichenau zerkratzt oder teils noch massiver beschädigt worden. Schadensmeldungen aus anderen Stadtteilen trafen in den nächsten Tagen ein. Über Zeugenhinweise und einschlägige Vorstrafen konnte die Innsbrucker Polizei den Täter letztlich ausforschen. Vor der Polizei hatte sich der 43-Jährige zu den Beschädigungen teils geständig gezeigt. Motiv: Frust und Streit. Beim Prozess am Landesgericht wegen Sachbeschädigung wollte der Angeklagte jedoch vom Geständnis nichts mehr wissen und verkündete lautstark, dass er nur ein Auto beschädigt habe. Dies wohl angesichts des Schadensbetrages: 73.227 Euro hatte Staatsanwalt Markus Grüner errechnet. Das Gericht hielt sich indes an die Anklage zum Geständnis: Zwei Jahre Gefängnis setzte es für das Zerkratzen der Autos. Dazu wurden Strafnachsichten von insgesamt 16 Monaten Haft widerrufen. Nicht rechtskräftig: Gegen insgesamt 40 Monate Haft beriefen Verurteilter und Staatsanwalt umgehend.

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Wegen Kleinbetrügereien bereits in Strafhaft, musste sich gestern eine 68-Jährige wegen eines weiteren 200-Euro-Betrugs und wegen Tierquälerei verantworten. Dazu schon einmal vorbestraft, brachte der attestiert lange andauernde Futter- und Wassermangel bei ihren Katzen eine weitere Verurteilung ein. Aufgrund Haftentlassung am Montag ergingen acht Monate Haft jedoch bedingt.

Wegen schweren Betruges musste sich gestern am Landesgericht eine Kellnerin verantworten. Das Zustandekommen des Tatvorwurfs war durchaus ungewöhnlich. So hatte die Frau das Arbeitsmarktservice um 8024 Euro geschädigt (626 Euro blieben beim Versuch), indem die über wiederkehrende Zeit Arbeitslose Auslandsreisen verschwiegen hatte. Grund der Reisen: Besuche bei der Freundin auf Gran Canaria. Vor der Richterin entschuldigte sich die Mittellose. Die Richterin: „Die Folgen haben Sie jetzt eh selbst zu tragen!“ Neben der Rückzahlung erging eine Strafe über 960 Euro. Den Betrag stottert die Gran-Canaria-Reisende mit monatlich 40 Euro auf zwei Jahre ab. (fell)


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