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Kartonagenberge: Neue Lösung für Müllentsorgung in Reutte

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Gewerbetreibende können ihre Kartonagen für die Sammelfahrt am Straßenrand deponieren. Dort landet immer öfter auch Privatmüll.
© Tschol

Reutte – 550.000 Tonnen Müll werden in Tirol pro Jahr auf irgendeine Weise entsorgt. 170.000 Tonnen davon sind Haus-, Sperr- und Gewerbemüll, die einer weiteren Behandlung unterzogen werden müssen, der Rest entfällt auf Wertstoffe wie Papier, Karton, Glas, Kunststoffverpackungen, Textilien und Bioabfälle, die im besten Fall getrennt und recycelt werden.

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In der Marktgemeinde Reutte können alle Bürger, die im Besitz einer Umweltscheckkarte sind, Wertstoffe – bis hin zu Elektrogeräten und Haushaltsschrott – kostenlos abgeben. Für Bauschutt und Sperrmüll ist eine Gebühr von 0,095 bzw. 0,26 Euro je Kilo zu entrichten.

Trotzdem beschäftigt die Gemeinde derzeit ein Müllproblem. Eines, das bei genauer Betrachtung hausgemacht ist. Denn seit 1994 gibt es für Gewerbetreibende ein besonderes Service. Sie müssen ihre Kartonagen nicht selbst zum Wertstoffhof bringen, sondern können diese einmal wöchentlich in loser Form am Straßenrand deponieren. Im Zuge einer Sammelfahrt werden die Kartons dann eingesammelt und entsorgt.

„Diese Form der Müllsammlung müssen wir überdenken. Sie sorgt nicht nur für eine erhebliche Beeinträchtigung des Ortsbildes. Die Kartonagenberge wachsen teils auch ins Unermessliche, weil immer mehr Private meinen, sie müssten ihre Kartons auf diese Art und Weise entsorgen“, erklärt Bürgermeister Günter Salchner.

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Um das Problem zu beseitigen, soll die Straßensammlung für Gewerbetreibende künftig anders organisiert werden. Wie die Lösung im Detail aussehen soll, das ist derzeit noch Inhalt von Gesprächen, die auch in enger Abstimmung mit dem Umweltreferat erfolgen. (fasi)


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