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Stichwahl in Stumm: „Die Wahlbeteiligung wird den Ausschlag geben“

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Fritz Brandner (l.) und Franz Kolb in der Stichwahl.
© Hauser, manfredhaun.com

Stumm – Sonderlich ruhig war es im Stummer Gemeinderat wohl noch nie. Obwohl in der vorigen Periode alle vier Listen als ÖVP-nahe galten, herrschte des Öfteren ein rauer Ton bei den Gemeinderatssitzungen. „Im Grunde waren sich die Listen alle sehr ähnlich, aber gestritten wurde deswegen trotzdem ständig“, verrät ein Stummer. Da werde wohl auch die Fusion zweier Listen zu „Für Stumm“ nicht viel Veränderung bringen.

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Die Stichwahl hingegen könnte durchaus eine Neuerung bringen. Denn nach zwei Perioden könnte Bürgermeister Fritz Brandner (Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – AAGP) abgelöst werden. Im ersten Wahlgang erhielt er 16 Stimmen weniger als der neue Kandidat der Liste „Für Stumm“, Franz Kolb.

Für Brandner ist es bereits die dritte Stichwahl in Folge. Die erste hat er verloren, jene 2016 hingegen gewonnen und nun muss er wieder antreten. Das Gefühl, in eine Stichwahl zu gehen, ist ihm besser bekannt als vielen anderen Ortschefs, geübt könne man darin aber nie sein. „In der Stichwahl kann alles herauskommen – der Wählerwille ist zu akzeptieren, ob es einem gefällt oder nicht. Ich versuche mein Bestes zu geben“, sagt Brandner. Er sei gerüstet und optimistisch. Und das, obwohl seine Liste ein Mandat verloren hat und für die nächsten sechs Jahre mit vier statt fünf Sitzen im Gemeinderat klarkommen muss.

Für Herausforderer Franz Kolb war das Wahlergebnis seiner Liste ein Erfolg. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Die Listen-Fusion sei ein naheliegender Schritt gewesen und habe sich ausgezahlt. „Es ist einfach besser, miteinander zu arbeiten. Wir waren uns bisher schon oft einig und haben auch als separate Listen gut zusammengearbeitet. Also wieso nicht gleich gemeinsam antreten“, sagt Kolb. Mit vier Mandaten und den meisten Stimmen im Ort hat die Liste einen Erfolg eingefahren. Nun hofft auch Kolb nochmals zu punkten: „Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten – das bestärkt einen schon sehr.“

Für beide Kandidaten ist klar: Die Wahlbeteiligung wird ausschlaggebend sein. Beim ersten Wahlgang gaben knapp 70 % der Stummer ihre Stimme ab. Beide haben in den letzten zwei Wochen versucht, Wähler zu mobilisieren und zu motivieren. Die beiden Kandidaten buhlen um jede Stimme. (emf)


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