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Renault Austral: Kompakt-SUV ohne Diesel

Renault verzichtet beim im Herbst startenden Austral, dem Nachfolger des Kadjar, auf den Einsatz von Selbstzündern.

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Im vierten Quartal des laufenden Jahres ist es so weit, dann kommt der Kadjar-Nachfolger Austral in den Handel.
© Renault

Von Franz Farkas

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Paris – Der neue Renault Astral kann zumindest die optische Verwandtschaft zum Mégane E-Tech kaum verleugnen. Der schachbrettartig geformte Kühlergrill, die flache Fronthaube, das Lichtdesign, aber vor allem die recht hohe Gürtellinie mit den daraus resultierenden relativ kleinen Seitenscheiben lassen präzise erahnen, wie die neue Renault-Familie aussehen wird. Technisch allerdings ist beim Austral – der Name kommt aus dem Lateinischen und steht für „südlich“ – einiges anders als beim ebenfalls neuen Mégane. So teilt er seine Gene mit dem Nissan Qashqai, in Form der CMF-CD-Plattform. Diese Plattform lässt auch keine reinen Elektroautos zu, auch Allrad-Antrieb ist nicht leicht zu verwirklichen.

Das bedeutet, Renault wird das neue SUV nur mit Hybridantrieben versehen. Neben dem E-Motor werden zudem nur Benzinmotoren für den Vortrieb sorgen, der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Vorderräder. Der Diesel-Motor, lange Zeit das Markenzeichen der Franzosen, ist damit vorerst Geschichte. Die Basis-Motorisierung ist ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer mit Turbolader und 12-Volt-Mild-Hybrid-Technik. Der Motor ist mit 140 oder 160 PS zu haben. Dazu kommt ein 1,2-Liter-3-Zylinder-Turbobenziner mit Mild-Hybrid-Advanced-Technik (mit 48-V-Lithium-Ionen-Batterie und einem Starter-Generator). Der Motor leistet 130 PS und wird mit einem Schaltgetriebe kombiniert. Der Verbrauch soll 5,3 Liter betragen und Renault sieht diesen Antrieb als Alternative zum Diesel. Besonders stolz sind die Entwickler auf die neueste Generation des E-Tech-Hybrid-Systems. Hier wird ein 1,2-l-Benziner mit einem 50-kW-Elektromotor kombiniert. Die Batterie hat eine Speicherkapazität von 1,7 kWh. Die Kraft wird über ein 7-Gang-Getriebe (zwei für den Elektromodus und fünf für den Hybridmodus) übertragen. Der E-Tech Hybrid ist wahlweise mit 160 oder 200 PS zu haben und laut Renault soll der Austral zu den besten Hybrid-SUV beim Verbrauch gehören – angepeilt sind 4,6 Liter/100 km und 105 g CO2.

Kein Mangel an Digitalisierung: Das Instrumentarium und das Infotainmentsystem sind mit großzügig gestalteten Displays versehen.
© Renault

So wie beim Mégane E-Tech setzt Renault auch im Austral auf einen großen, L-förmigen Bildschirm. Der besteht aus einem 12 Zoll großen Multimediadisplay im Hochformat und einem 12,3 Zoll großen Kombiinstrument. Dazu kommt noch die Anzeige über ein Head-up-Display. In den Basismodellen wird ein 9-Zoll-Multimedia-Monitor verbaut.

Das Multimediasystem openR Link wurde mit Google entwickelt und so sind im Austral z. B. der Google Sprachassistent, Google Maps oder Google Play verfügbar.

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Mit den Maßen von 4,51 Metern Länge und einer Höhe von 1,62 Metern ist der Austral noch recht kompakt. Eine erste Sitzprobe vorne und hinten offenbart ein recht großzügiges Platzangebot. Optional lässt sich die Rücksitzbank um 16 cm verschieben – das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 500 und 575 Litern, bei umgelegter Rücksitzbank 1525 Liter.

Renault wird den Austral auch in einer speziellen und sportlichen Ausstattungslinie anbieten, genannt Esprit Alpine, angelehnt an die Sportwagenmarke des Hauses. Hier kommt der Austral mit der speziell entwickelten Karosseriefarbe Gris Schiste Satin (Seidenmatt), Zweifarben-Look, 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, Plakette mit „Esprit Alpine“-Schriftzug, Alcantara-Polsterung samt gesticktem Alpine-Logo auf den Kopfstützen. Der neue Austral kann ab Mitte 2022 bestellt werden, die Markteinführung ist auf Herbst 2022 angesetzt.


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