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150 Feuerwehrleute in Pinswang im Einsatz: Löscharbeiten dauern an

Die großen Flammen am Schwarzenberg sind erst einmal gelöscht. Doch unzählige Glutnester auf der rund 40 Hektar großen Fläche fordern die Einsatzkräfte weiter – auch in den kommenden Tagen.

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Dutzende Feuerwehrleute kämpften am Sonntag im steilen Gelände gegen die Glutnester.
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Pinswang – Die Flammen lodern seit Sonntagmittag zwar nicht mehr am Schwarzenberg in Pinswang. Aber die Löscharbeiten sind auch am Montag noch lange nicht abgeschlossen. "Den großen Brand haben wir gelöscht. Aber die vielen Glutnester müssen wir nun alle händisch löschen. Da steht uns noch ein tagelanger Einsatz bevor", sagte Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Müller gegenüber der Tiroler Tageszeitung bereits am Sonntag.

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Am Montag waren erneut rund 150 Einsatzkräfte im steilen Gelände beschäftigt. Es galt weiter, die Glutnester zu löschen. Auch die Wurzeln der Bäume brannten noch. Was den Feuerwehren die Arbeit erleichtert: Der Wind hat nachgelassen und so die Flammen nicht mehr neu angefacht. Drei Löschhubschrauber unterstützen die Arbeiten. Hilfe bekamen den Feuerwehren aus dem benachbarten Bayern – nämlich von den Feuerwehren Füssen und Schwengau.

Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet.

📽️ Video | Waldbrand in Pinswang

Rund 180 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren, der Bergrettung, Rettung, Polizei und Bergwacht waren am Sonntag vor Ort. Unterstützt wurden sie von fünf Hubschraubern, die das Wasser auf den Berg bringen und dort die Löschwasserbehälter füllen.

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Hunderte Glutnester waren am Abend über die ganze Flanke des Schwarzenberg verteilt, durch den Wind lodern die Flammen wieder auf.
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Am Samstag zur Mittagszeit war das Feuer im Bereich "Schwarzenberg Glockenschlag" ausgebrochen. Bei der aktuellen Trockenheit konnten sich die Flammen rasch ausbreiten. Das steile, felsdurchsetzte Gelände machte den Einsatz zusätzlich schwierig. Mehr und mehr Feuerwehren wurden nachalarmiert – laut Leitstelle Tirol waren insgesamt 17 Freiwillige Feuerwehren vor Ort.

Unterstützung gab es auch aus der Luft: Am Samstag flogen der Hubschrauber des Innenministeriums sowie zwei Maschinen der Heli Tirol Löscheinsätze. Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Pinswang wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Reutte gebracht.

Drei Löschhubschrauber waren am Samstag im Einsatz.
© Tschol

Bei Einbruch der Nacht mussten die Löscharbeiten dann eingestellt werden. Eine Abordnung der Feuerwehr hielt Brandwache. "Die Nacht war beängstigend. Das war sogar für 'alte Hasen' ein unheimlicher Anblick", sagt der Bezirksfeuerwehrinspektor. Wind fachte die Glutnester immer wieder an, die Flammen loderten auf und breiteten sich weiter aus.

Der Waldbrand war weithin zu sehen.
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Sonntagfrüh ging der Löscheinsatz dann weiter. Nachdem die Flammen auch mit Hilfe der fünf Hubschrauber erlöscht waren, begann für die Einsatzkräfte nun der harte Einsatz im Gelände. "Das Feuer hat sich 40 bis 50 Zentimeter tief in den Boden gefressen. Wir bringen das Wasser jetzt mit Schläuchen direkt zu den Glutnestern", sagt Konrad Müller. 40 bis 45 Hektar Fläche sind von dem Waldbrand betroffen.

"Es herrscht zur Zeit höchste Waldbrandgefahr, dem sollten sich die Menschen bewusst sein. Ein Waldbrand in solchem Ausmaß bedeutet eine hohe Gefahr für die Einsatzkräfte", sagt Müller. Und richtet damit den Appell an die Bevölkerung, die Warnungen vor Waldbränden ernst zu nehmen. (TT.com, fasi, APA)

Am Sonntag kämpften die Feuerwehren weiter gegen die Flammen und Glutnester.
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