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Neun Wattener Pinguine reisen heute zurück in die Vergangenheit

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Die Ex-HCI-Profis Daniel Frischmann (l.) und Fabian Nussbaumer kehren heute für das ÖEL-Finale in die Tiwag-Arena zurück.
© Kristen

Von Daniel Lenninger

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Innsbruck – Wenn eine Wattener Mannschaft nach Innsbruck ausweichen muss, dann riecht dieser „Umzug“ stark nach einem freudigen Anlass. Jenen Schritt, den die Kicker der WSG Tirol seit dem Bundesliga-Aufstieg vollziehen, gingen nun auch die Eishockey-Spieler der Wattener Pinguine, die heute (17 Uhr) in der Tiwag-Arena im Rahmen des Final-Hinspiels der Österreichischen Eishockey-Liga auf Kapfenberg treffen.

Dabei war das größere Fassungsvermögen der HCI-Heimstätte gar nicht das Hauptmotiv hinter der Wattener Entscheidung, das Spiel nicht im eigenen „Wohnzimmer“ stattfinden zu lassen. Nur: Die Werkssportgemeinschaft hatte das Eis bereits abtauen lassen. Und damit kommt es für einige Pinguine zu einer Rückkehr an eine ehemalige Wirkungsstätte. Im Wattener Alpenstadion tummeln sich nämlich nicht weniger als neun Akteure, die auf Erstliga-Einsätze für den HCI zurückblicken dürfen.

„Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich noch einmal in meinem Leben ein Play-off-Spiel in der Tiwag-Arena absolvieren darf“, freut sich etwa Stürmer Daniel Frischmann auf eine ganz besondere Partie. Valentin Schennach blickt einer „coolen Geschichte“ entgegen und appelliert an die Anhänger des Innsbrucker Profi-Clubs: „Vielleicht kommen ja auch ein paar HCI-Fans.“ Torhüter Rene Huber, Pavel Soukharev, Fabian Nussbaumer, Martin Sturm, Christoph Hörtnagl, Markus Prock und Lukas Schwitzer haben ebenfalls eine hauptberufliche Vergangenheit im Haifischbecken.

Dass der heutige Rivale Kapfenberg im Halbfinale das bärenstarke Hohenems mit einem überzeugenden Gesamtscore von 11:5 ausschaltete, lässt in den Reihen der Pinguine jede Menge Respekt, aber keine Ehrfurcht aufkommen. „Ich erwarte mir eine ausgeglichene Partie“, gibt sich Frischmann selbstbewusst und hält fest: „Wir wollen den Heimvorteil nutzen.“ So wie im Halbfinale, als man durch den 3:0-Hinspielerfolg über Althofen den Grundstein für den Finaleinzug legte. Das Kräfteverhältnis sei schwer zu prognostizieren, meint Teamkollege Schennach: „Wir kennen die Kapfenberger Mannschaft nicht wirklich.“

In Stein gemeißelt erscheint nur die grenzenlose Motivation, den ÖEL-Titel nach Wattens zu holen. „Für viele unserer Spieler bedeutet diese Begegnung ein Karriere-Highlight“, führt Schennach ins Treffen. Und Frischmann ergänzt: „Es war eine gewaltige Saison. Tiroler Meister bin ich schon geworden. Die österreichische Meisterschaft wäre aber noch einmal etwas ganz anderes.“ Und wie man in der Tiwag-Arena einen Sieg einfährt, wissen er und acht weitere Teamkollegen ja bereits aus der Vergangenheit.


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