Entgeltliche Einschaltung
Plus

Von Glas bis Bioplastik: Wenn der grüne Anstrich Risse bekommt

Nachhaltigkeit ist mitten in der Gesellschaft angekommen – umweltfreundliche Produkte haben Hochkonjunktur. Der Trend, mehr auf unseren Planeten zu achten, treibt mitunter aber auch absurde Blüten.

  • Artikel
  • Diskussion
© iStock

Von Tobias Jakober

Entgeltliche Einschaltung

Glasverpackung

Bier im Glas, Milch im Glas, Joghurt im Glas – das Plastik in den Supermarktregalen macht immer mehr Glasverpackungen Platz. Dabei sieht deren Umweltbilanz nicht unbedingt besser aus. „Einwegglas lässt sich zwar super recyceln, aber man braucht dafür ungefähr gleich viel Energie wie bei der Herstellung von neuem Glas“, erklärt Martin Wildenberg, Experte für Nachhaltigen Konsum und Produktion bei Global 2000.

Wenn man nur auf die Energie- und Klimabilanz schaut, ist Einwegplastik sogar besser als Einwegglas. Deshalb plädiert Wildenberg auch für Mehrwegverpackungen. „Wie bei den Einkaufssackerln geht es darum, wie oft und wie lange eine Verpackung Verwendung findet.“ Mehrwegglasflaschen machen dann Sinn, wenn sie nicht über Hunderte Kilometer hin- und hertransportiert werden müssen, meint auch Dustin Klüger, Umwelt- und Abfallberater bei der IKB. Dann würde sich das größere Gewicht von Glas nämlich negativ auswirken. Vergleicht man die Bilanz von Mehrwegglas mit der von Mehrwegplastik, gibt es auch da kaum einen Unterschied, bei langen Transportwegen hat das leichtere Plastik sogar einen Vorteil. „Aber das Glas kann von den Herstellern besser als nachhaltig vermarktet werden“, so der IKB-Abfallberater.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung