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Eklat um FPÖ-Nationalrat Hauser wegen Aussagen zu Ukraine-Krieg

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FPÖ-Nationalrat Hauser verteidigt umstrittene Ansichten zu Ursachen von Russlands Krieg gegen die Ukraine.
© APA/Wieser

Innsbruck – Der Tiroler FPÖ-Politiker und Nationalrat Gerald Hauser sorgt für helle Aufregung: Denn auf seiner Facebook-Seite verbreitet er jetzt einen Text des in der Katholischen Kirche als Verschwörungstheoretiker eingestuften Erzbischofs Carlo Maria Viganò zum Ukraine-Krieg. Darin schreibt der italienische Papst-Kritiker und ehemalige Nuntius in den USA, dass Wladimir Putin von einer aggressiven, von den USA unterstützten NATO in die Enge getrieben worden sei. Zudem versuche eine globalistische Elite, sowohl Russland als auch der Ukraine auf diese Weise eine Falle zu stellen. Letztlich, so Viganò, sei der Krieg Teil eines Plans zur Errichtung einer neuen Weltordnung. Die UNO, die NATO, der Internationale Währungsfonds, die EU und Milliardäre wie George Soros und Bill Gates verschwören sich, um eine Weltregierung zu errichten.

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Veröffentlicht hat das Schreiben übrigens ein in Oberösterreich erscheinendes Online-Medium, dessen Verantwortlicher vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als extrem rechter Aktivist eingestuft wird. „Viganò verurteilt den Krieg, zeigt aber Hintergründe und deren Strippenzieher auf, die den Krieg laut Vigano provoziert haben“, erklärt Hauser gegenüber der TT. Er sei gegen den Krieg, aber auch gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Er, meint Hauser, zitiere nur. „Doch es kann nicht sein, dass jemand, der die Ursachen des Krieges kritisch hinterfragt, sofort ins Lager der Bösen kommt.“

Herbe Kritik am FPÖ-Politiker übt der grüne Klubchef in Tirol, Gebi Mair: „Hauser bewegt sich hier zwischen Verschwörungstheorien und antisemitischen Weltbildern. Dass die FPÖ ,Strippenzieher‘ hinter dem russischen Angriff auf die Ukraine vermutet, die jemand anderer sein sollen als Wladimir Putin, zeigt eines eindeutig: Die FPÖ ist immer noch Putins verlängerter Arm in Europa und will ihn entschuldigen sowie gleichzeitig Verschwörungen verbreiten.“

Allerdings soll man selbst in der FPÖ mehr als unglücklich über Hausers Vorgangsweise sein. (pn)

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