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Putins Hochzeitsgeschenk: Kneissl-Konflikt um Klunker des Kremls

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Hochzeitstanz und Schmuck von Putin für Kneissl.
© APA/Schlager

Wien – Trotz der Tragödie im Zusammenhang mit Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die souveräne Ukraine sorgt hierzulande indirekt der russische Präsident und der Konflikt der ehemaligen Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) mit dem Außenamt für Heiterkeit. Kneissl war in der Regierung Sebastian Kurz I für die Außenpolitik zuständig.

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Worum geht es im aktuellen Kneissl-Konflikt? Kneissl soll von Putin 2018 als Hochzeitsgeschenk Saphir-Ohrringe im Wert von rund 50.000 Euro bekommen haben. Es kam zu einem Streit. Das Außenamt vertritt die Ansicht, dass der teure Schmuck nicht Kneissl persönlich gehört, sondern Eigentum der Republik ist. Mittlerweile liegen die Klunker aus dem Kreml laut Kronen Zeitung in einem Tresor der Republik. Kneissl unterschrieb zwar den Leihvertrag, war dann aber offensichtlich doch nicht zufrieden mit dem Kompromiss. In einer Mail sprach sie unter anderem wegen aus ihrer Sicht untragbarer Haftungsbedingungen von einem „Knebelvertrag“. Eine Lösung des Streits scheiterte, weshalb Kneissl offenbar vom geschlossenen Leihvertrag zurückgetreten ist.

Die Bilder der Hochzeit in der Südsteiermark, auf denen Kneissl mit ihrem Stargast Putin das Tanzbein schwingt und einen tiefen Knicks vor ihm macht, gingen um die Welt. Bei seiner Ankunft beim Gasthof Tscheppe hatte Putin für die Braut einen Blumenstrauß und einen Don Kosaken-Chor dabei. Die Klunker waren damals nicht bekannt.

Die mittlerweile in Frankreich lebende frühere Diplomatin wurde in einem Bericht des Europaparlaments explizit als Negativbeispiel für die Einflussnahme des Kreml auf die EU genannt.

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Für Verwunderung sorgten zuletzt ihre Aussagen in einem Interview dazu, warum sie Österreich verlassen habe: „Ich musste flüchten, ich bin nicht freiwillig weg“, sagte die Ex-Ministerin. (TT)


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