Entgeltliche Einschaltung
Plus

Wohnungen in Innsbruck an Prostituierte vermietet: 17.000 Euro Strafe

  • Artikel
  • Diskussion

Innsbruck – Wohnungen anmieten und zum vierfachen Preis über Internet-Plattformen weitervermieten: So funktionierte im Kern das Geschäftsmodell eines Innsbruckers, für das sich seit Jänner 2021 auch die Polizei interessierte. Der Grund: Bei den Mietern des findigen Unternehmers handelte es sich vielfach um Prostituierte, die die Garçonnieren für ihre illegalen Dienstleistungen nutzten.

„Wie die Ermittlungen der Polizeiinspektion Saggen ergaben, wurden bis Herbst 2021 in 23 Fällen Wohnungen an Prostituierte vermietet“, bestätigt Anton Hörhager, Leiter des Innsbrucker Strafamtes (Landespolizeidirektion). Geldstrafen in der Gesamthöhe von rund 18.000 Euro waren die Folge. Anstatt zu zahlen, wandte sich der Unternehmer mit einer Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht. Mit wenig Erfolg – die Strafhöhe wurde jetzt im Wesentlichen bestätigt.

Entgeltliche Einschaltung

Jetzt sind es immer noch 17.000 Euro, die der Geschäftsmann zu überweisen hat. Dazu kommen die Verfahrenskosten in der Höhe von 2400 Euro. Begründet hat das Landesverwaltungsgericht die Abweisung der Beschwerde mit unzureichender Sorgfalt, um die Prostitutionsausübung zu verhindern.

Bei den Mieterinnen handelte es sich hauptsächlich um Prostituierte, die normalerweise legal in den offiziellen Innsbrucker Bordellen arbeiten. Da die Betriebe aufgrund des Lockdowns geschlossen waren, wichen die Frauen in die illegale „Privatwirtschaft“ aus, mieteten die Wohnungen an und empfingen dort Kunden. (tom)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung