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Landesrätin Fischer: „Bei der Hilfe greifen jetzt alle Zahnräder ineinander“

Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) sieht Tirol trotz der Dynamik sehr gut auf die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet.

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Das Haus Marillac in Innsbruck ist eine der ersten Anlaufstellen für Flüchtlinge aus der Ukraine. Hier können sie sich registrieren lassen.
© Böhm

Innsbruck – Es sind vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen aus der Ukraine, die dieser Tage Tirol erreichen. „Rund 80 Prozent von ihnen haben ihr Endziel bei Angehörigen und Bekannten in Deutschland, der Schweiz oder Italien und reisen weiter“, berichtet Tirols Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) im Gespräch mit TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern bei „Tirol Live“. Offiziell registriert in Tirol seien derzeit 850 Flüchtlinge aus der Ukraine, dazu kommt eine noch nicht genau bekannte Zahl von Menschen, die bei Freunden und Verwandten privat Unterschlupf gefunden haben.

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📽️ Video | Gabriele Fischer in „Tirol Live”

Was die Entwicklung der kommenden Wochen angeht, sei angesichts der Bilder aus der Ukraine damit zu rechnen, dass weitere Flüchtlinge nach Tirol kommen werden. Wie viele, sei derzeit schwer einzuschätzen, „wir sind aber sehr gut vorbereitet und haben klare Strukturen aufgestellt“, so Fischer.

„Bei der Hilfe greifen jetzt auf allen Ebenen alle Zahnräder ineinander“, betont die Soziallandesrätin und lobt in diesem Zusammenhang nicht nur die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Landesregierung, sondern auch die erfolgreiche Vernetzung der Systempartner, der Tiroler Sozialen Dienste und Vereine, die im Bereich der Migration und Flucht arbeiten und das nötige Know-how einbringen würden, so Fischer. „Ich bin tief beeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft der Tirolerinnen und Tiroler“, betont sie vor allem auch das private Engagement, diese Flüchtlingskrise zu meistern. Unterstützung gebe es auch von der ukrainischen Community in Tirol, die mit Dolmetschleistungen und Unterkünften ihre Solidarität beweise, so Fischer.

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LR Gabriele Fischer lobt die Tiroler Hilfsbereitschaft.
© Falk

„Das Erste, was die Menschen brauchen, die zu uns kommen, ist Ruhe, ein Dach über dem Kopf, Essen und alle anderen Artikel des täglichen Lebens – und das stellen wir jetzt einmal sicher“, sagt Fischer. In einem weiteren Schritt gehe es dann darum, psychosoziale Betreuung anzubieten, Kinder in Schulen unterzubringen sowie die Integration in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

Die größte Herausforderung sei dabei die Dynamik, die dieser Krieg mit sich bringe. „Da muss man täglich ganz genau hinschauen, weil sich alles so schnell ändert: die Zahlen und die Bedürfnisse“, meint Fischer und verweist in diesem Zusammenhang auf die klaren Strukturen, die Solidarität und Unterstützung der Bevölkerung sowie den flexiblen Krisenstab des Landes. (np)


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