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Cupra Born und Formentor: Mehr Leistung für die Ehrgeizigen

Cupra strebt nach Beachtung, nach Dynamik und nach Höherem: Die Seat-Tochter beglückt seit Kurzem die Kaufwilligen mit neuen Topversionen des Elektromodells Born und des SUV Formentor.

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Am Ammersee setzt sich der 231 PS starke, vollelektrische Born in Szene.
© Markus Höscheler

Von Markus Höscheler

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Krün – Der Techniker, den Cupra vorgeschickt hat, um den Formentor VZ5 zu erklären, gerät ins Schwärmen, immerzu ist ein Lächeln wahrzunehmen, wenn er vom installierten Benzinmotor spricht. Den hat sich die Seat-Tochtermarke innerhalb des VW-Konzerns ausgeliehen und er gilt als etwas ganz Besonderes: Mit fünf Zylindern und einem Turbolader versehen macht er akustisch auf seine spezielle Bauart aufmerksam, seine Fahrleistungen sind enorm, jedenfalls in jenen Modellen, in denen er bisher sein Können ausleben durfte, etwa im RS3 von Audi.

Und im Formentor VZ5? Da macht er seine Sache um nichts schlechter. Die zuständigen Techniker haben ihn derart bearbeitet, dass er 390 Pferdestärken ab Werk im Zaum halten kann. Alle vier Räder haben die Aufgabe, in Summe bis zu 480 Newtonmeter Drehmoment zu verarbeiten. Längsdynamisch schlägt sich dies wenig überraschend in einem Sprintwert von 4,2 Sekunden von null auf 100 km/h nieder. Und querdynamisch?

Diesbezüglich braucht niemand Angst vor Kippmanövern oder Über- oder Untersteuerungstendenzen zu haben – denn abseits des traktionsfördernden Allradantriebs ist der Formentor VZ5 mit einem Torque Splitter beseelt. Der arbeitet je nach Lenkeinschlag mit variabler Drehmomentverteilung an der Hinterachse, aktiv wohlgemerkt, nicht über Bremseingriffe. Daraus ergeben sich recht hohe Kurvengeschwindigkeiten.

Am Kochelsee weiß der Formentor VZ5 mit einem 390 PS kräftigen Fünfzylinder zu begeistern.
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Und damit nicht genug. Der weltweit auf 7000 Stück limitierte Formentor VZ5 (für Österreich sind 300 Einheiten reserviert) darf etwas, was den meisten Serienfahrzeugen heutzutage aus Sicherheitsgründen verwehrt bleibt, nämlich das elektronische Stabilitätsprogramm komplett ausschalten. Das jedoch empfiehlt sich wärmstens nur auf der Rennstrecke bzw. auf einem abgesperrten Terrain, das uns vor wenigen Tagen Audi und Cupra nahe des Münchner Flughafens zur Verfügung stellten. Im Nu lässt sich der Formentor VZ5 im eigens kreierten Driftmodus zu ausgedehnten Heckschwenks verleiten, ohne dass er vom ESP eingefangen wird.

Den ruppigen Spaß kann der Born nicht ganz bieten, für Rasanz sorgt der elektrische Kleinwagen gleichwohl, erst recht in der neuen Topversion mit einem 231 PS starken Elektromotor, der wahlweise mit einem 58-kWh-Akku oder einem 77-kWh-Speicher bestückt ist. Im ersten Fall vergehen nur 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h, im zweiten Fall sind es immer noch respektable 7,0 Sekunden für den Standardsprint. Dann ist er nicht nur pfeilschnell, sondern auch extrem leise und, entsprechender Stromerzeugungsmix vorausgesetzt, sehr umweltfreundlich. Laut WLTP kommt die 77-kWh-Version sogar bis 547 Kilometer weit – das würden wir in der Praxis gerne so bald wie möglich nachprüfen.

Der Formentor VZ5 kostet laut Liste 79.990 Euro, wobei es günstigere Versionen gibt: Das Sondermodell Alpha (150 PS) kostet mit bestimmten Boni knapp 30.000 Euro. Den Born mit e-Boost und 58 kWh gibt es ab 41.990 Euro.


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