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Feller in zwei Disziplinen auf dem Podest: „Das ist die größte Genugtuung"

Der Fieberbrunner wurde Zweiter im Slalom-Weltcup und Dritter im Riesentorlauf-Kugelrennen. „Ich bin einfach ein kompletterer, bessere Skifahrer geworden", erklärte der zweifache Familienvater.

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Manuel Feller jubelt über die Medaille für Platz zwei im Slalom-Weltcup.
© GEPA pictures/ Mario Buehner

Meribel - Skirennläufer Manuel Feller hat am Sonntag beim Weltcupfinale in Meribel zufrieden seine Taschen zusammengepackt. Platz zwei in der Slalomwertung 2021/22 hinter Henrik Kristoffersen und auch im Riesentorlauf als Dritter auf dem Podest - es war die erfolgreichste Saison für den Tiroler Technik-Spezialisten. Als Dritter im letzten Saison-Torlauf fügte der 29-Jährige seiner Erfolgssammlung noch einen Stockerlplatz hinzu, seinen insgesamt 15. sowie siebenten in diesem Winter.

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Es sei "eine super Saison" gewesen, bilanzierte Feller. Und auch wenn der zweite Durchgang in Schladming "fast von einem anderen Stern" gewesen sei, sei es nach der Corona-Infektion dann doch nach unten gegangen. "Ich bin nicht mehr ganz so stabil gewesen, habe nicht mehr so den Flow gefunden, den ich vorher gefunden habe. Umso cooler ist es, dass ich durchgebissen und das Ganze bis zum Schluss durchgezogen habe."

Feller hatte nach dem Positiv-Test den Slalom bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel verpasst und frisch aus der Quarantäne freigetestet und ohne Training beim Nightrace in Schladming den Sprung von 28 auf drei geschafft. Nicht nur für ihn war das eine unglaubliche Leistung. Auf diesem Niveau ging es allerdings nicht weiter, denn bei den Olympischen Spiele in China schied er zweimal aus.

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Mit einem Rang unter den ersten drei der Slalomwertung habe er zu Saisonbeginn noch irgendwie spekulieren dürfen, im Riesentorlauf definitiv nicht, wie Feller meinte. "In zwei Disziplinen unter den Top drei auf dieser Erdkugel zu sein, das ist schon was ganz Besonderes. Das Skifahren ist im Vergleich zur letzten Saison viel besser geworden. Ich weiß, was uns schneller macht, an was wir noch arbeiten müssen, um das zu stabilisieren. Das werden wir versuchen, um die ganz vorne ein bisserl ärgern zu können."

Dass es im Riesentorlauf auf das Disziplinpodest gereicht habe, sei die "größte Genugtuung" für ihn, denn diese Disziplin hatte er wegen seiner langjährigen Rückenschmerzen ja fast schon abgeschrieben. "Im Riesentorlauf war es in den letzten Jahren psychisch und körperlich extrem beanspruchend. Jetzt macht es einfach wieder extrem viel Spaß. Das ist das Wichtigste, denn Skifahren soll kein Zwang sein. Ich habe es zum ersten Mal zusammengebracht, dass ich in zwei Disziplinen oft das gezeigt habe, was ich kann. In den Jahren vorher war es entweder der Riesentorlauf für ein, zwei Saisonen, oder eben meistens der Slalom."

Die Steigerung hat mehrere Gründe. Er habe bei der Intensität des Konditionstrainings zurückgeschraubt, mache dafür mehr Einheiten. Er habe sich persönlich weiterentwickelt, habe Routine bekommen. "Ich bin einfach ein kompletterer, bessere Skifahrer geworden", sagte der zweifache Familienvater. "Daheim kann ich super abschalten, die Familie, die Freunde unterstützen mich unglaublich und bringen mich auf andere Gedanken." So wie auch sein Hobby Fischen, darauf freut er sich nun schon. (APA)


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