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Akademie St. Blasius Orchester: Musik als Hoffnungsträgerin für den Frieden

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Eindringlich: Anne Schuldt.
© Hauser

Innsbruck – Es war ein Hoffnungsstrahl, den das Orchester der Akademie St. Blasius unter der Leitung von Karlheinz Siessl am Sonntagvormittag im Rahmen der unter das Motto „Komplexe Kontinuität“ gestellten Matinee aussendete. Frieden auf Erden mit Kontinuität zu assoziieren, ist eine sehr komplexe Vorstellung, Kontinuität mit einer Hoffnung spendenden Kraft der Musik in Verbindung zu bringen, fällt da schon leichter.

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Ein romantisches Geschenk machte Robert Schumann seiner Frau Clara zu ihrem 34. Geburtstag mit dem „Concertstück für Pianoforte und Orchester – Introduction und Allegro appassionato“. Seelenschmeichelnde Klänge, ewig währende Kontinuität widerspiegelnde Liebe, das ließ ein grandioser Michael Schöch am Klavier auch das Publikum spüren. Voller Poesie, facettenreich und mit aufschwingender Kraft sprang der romantische Funke über.

Seine Leidenschaft für Mathilde Wesendonck brachte Richard Wagner mit seinen „Wesendonck Lieder WWV 91“ zum Ausdruck. Aussicht auf Kontinuität in Liebessachen eher Fehlanzeige. Den hoch romantischen Liebesschmerz komplex in Noten gesetzt, für die Ewigkeit. Die am Tiroler Landestheater engagierte Mezzosopranistin Anne Schuldt, ungemein empfänglich für die Äußerungen seelischen Erlebens, ließ spüren, mit welcher Eindringlichkeit Wagner sein Liebessehnen ausstattete. Die Akademie St. Blasius, ein ungemein sensibler Partner, zeigt sich auch beispielhaft in Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“: feinfühlig, wissend um das romantische Timbre, aber auch gebündelt, schlank und geschmeidig. Die den Kriegsopfern gewidmete Zugabe, Mendelssohns „Verleih uns Frieden gnädiglich“, so seelenvoll interpretiert, in die Herzen der Hörer – in Gottes Ohr. (hau)

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