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Versteckte Beeinträchtigungen und der Umgang mit Diskriminierung

Was man nicht sehen kann, das kann es auch nicht geben: Wie Menschen mit nicht sichtbarer Behinderung unter dem mangelnden Verständnis ihrer Mitbürger leiden. Wie man sich gegen Diskriminierung wehrt.

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Epilepsie als nicht sichtbare Erkrankung: Betriebe scheuen sich aus Angst vor Krankenständen, Betroffene anzustellen.
© iStock

Von Michaela S. Paulmichl

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Innsbruck – Ist von Mitbürgern mit Behinderung die Rede, denken viele ohne lange zu überlegen zuerst an Menschen im Rollstuhl. Die meisten verbinden damit eine Beeinträchtigung, die sichtbar ist, übersehen dabei aber selbst, dass Behinderung häufig nicht sofort erkennbar ist. „Vielen Betroffenen ist das auch lieber so“, wie Hannes Lichtner, Geschäftsführer des Zivilinvalidenverbands Tirol, meint. Das Bedürfnis, nicht als „anders“ aufzufallen, ist groß.

Von anderen nicht mit all seinen Bedürfnissen gesehen zu werden, hat aber auch viele Nachteile, wie der Fall eines Tirolers zeigt, der seit seiner frühen Kindheit an Epilepsie leidet. Trotz seiner 60-prozentigen Einschränkung war er so lange wie möglich berufstätig in einem Bereich, wo das möglich war. Aussagen, dass ihm doch nichts fehle und er nur zu faul sei, um zu arbeiten, haben ihn deshalb immer sehr getroffen. Auch in verschiedenen Ämtern habe er nicht die Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen, die er sich erwartet hätte, sagt der Mann und meint: „Menschen, denen man ihre Behinderung nicht ansieht, werden diskriminiert.“


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